Wilhelm Dieckmann arbeitet als Oberregierungsrat im Reichsarchiv bei der Kriegsgeschichtlichen Forschungsanstalt des Heeres in Potsdam. Während der Auseinandersetzungen mit der Bekennenden Kirche und wegen seines Verständnisses der militärischen Traditionen Deutschlands entwickelt er sich zum Gegner der Nationalsozialisten. Er ist mit Erika Freiin Mertz von Quirnheim verheiratet und hat mit ihr drei Töchter und einen Sohn. Sein Schwager Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim weiht ihn im Sommer 1944 in die Vorbereitungen des geplanten Anschlags auf Hitler ein. Wegen dieser Mitwisserschaft verhaftet die Gestapo Wilhelm Dieckmann nach dem Scheitern des Attentats am 25. Juli 1944. Wenige Tage später werden auch seine Frau und die älteste Tochter in "Sippenhaft" genommen. Wilhelm Dieckmann kommt am 13. September 1944 im Untersuchungsgefängnis in der Lehrter Straße in Berlin unter ungeklärten Umständen zu Tode. Erst mehrere Tage später erfährt seine Frau vom angeblichen Selbstmord ihres Mannes. Sie und ihre Tochter kommen wenig später aus der Haft frei.