Biografien

Hasso von Boehmer
Hasso von Boehmer 

Hasso von Boehmer

(09.08.1904 - 05.03.1945)

Hasso von Boehmer, Oberstleutnant im Generalstab, ist verheiratet mit Käthe Torhorst, mit der er eine Tochter und zwei Söhne hat. Er wird durch seinen Freund Henning von Tresckow für die Ziele der Widerstandsgruppen um Ludwig Beck und Carl Goerdeler gewonnen und stellt sich für den geplanten Staatsstreich als Verbindungsoffizier im Wehrkreis XX (Danzig) zur Verfügung. Am Tag des Attentats auf Hitler befindet sich der Befehlshaber des Wehrkreiskommandos XX General Bodewin Keitel, ein Bruder des Generalfeldmarschalls Wilhelm Keitel und Vorgesetzter von Boehmer, auf einer Inspektionsreise. Als dessen Erster Offizier nimmt Hasso von Boehmer die aus Berlin einlaufenden Fernschreiben der Verschwörer entgegen. Keitel erfährt jedoch über den Rundfunk von dem gescheiterten Anschlag und kehrt sofort nach Danzig zurück. Boehmer wird noch am 20. Juli 1944 festgenommen und kurze Zeit später nach Berlin in das Zellengefängnis Lehrter Straße gebracht. Im Januar 1945 wird er in den Krankenbau des KZ Sachsenhausen verlegt, am 5. März vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und noch am selben Tag in Berlin-Plötzensee ermordet.

Literatur

  • Bodo Scheurig: Henning von Tresckow. Eine Biographie. Oldenburg und Hamburg 1973
  • Peter Hoffmann: Widerstand, Staatsstreich, Attentat. Der Kampf der Opposition gegen Hitler. München 1969, 1985 (Piper TB)