Gedenkstätte Deutscher Widerstand
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Filmangebot

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand bietet im Anschluss an Gruppenführungen durch die Dauerausstellung und im Rahmen von Seminaren gerne die Möglichkeit, einzelne Aspekte des Widerstandes durch Filmvorführungen zu vertiefen. Dafür stehen rund 100 ausgewählte Dokumentar- und Spielfilme zur Verfügung.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass uns die Weitergabe und/oder der Verkauf dieser Filme aus urheberrechtlichen Gründen untersagt sind, da die Rechte für Verleih und Vertrieb nicht bei der Gedenkstätte Deutscher Widerstand liegen.

"Man musste doch was tun ...". Eine Widerstandskämpferin erzählt aus ihrem Leben
Eine Dokumentation von Loretta Walz, Rolf Schnieders, Helma Fehrmann, Benedikt Berg. BRD. 1987. 72 Min.
Maria Fensky, die bereits in den zwanziger Jahren in der kommunistischen Jugendbewegung aktiv gewesen ist, wird nach dem Verbot der KPD durch die nationalsozialistischen Machthaber verhaftet. Wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" muss sie insgesamt fünf Jahre im Zuchthaus und in Konzentrationslagern verbringen.

Maria Fensky erzählt in diesem Film von ihrer Haft, der Entlassung und ihrer illegalen Tätigkeit, die sie im Anschluss daran fortsetzt. Sie berichtet über ihre Motive und den Alltag im Widerstand gegen Hitler. So entsteht am Beispiel und aus der Perspektive einer unmittelbar beteiligten Zeitzeugin ein einfühlsames Portrait aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus "von unten".
"Mir zeynen do!" Der Ghettoaufstand und die PartisanInnen von Bialystok
Eine Dokumentation von Ingrid Strobl. BRD. 1992. 87 Min.
Im Sommer 1943 erheben sich jüdische Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer in Bialystok gegen die endgültige Liquidierung des Ghettos durch die deutschen Besatzer. Nur wenige überleben den Aufstand, unter ihnen sechs junge Frauen. Ihnen gelingt es, Verbindung zu einer sowjetischen Partisanengruppe aufzunehmen und deren Kampf gegen die deutsche Vernichtungspolitik zu unterstützen.

Der Film schildert die beschriebenen Ereignisse und lässt dabei drei der jüdischen Partisaninnen aus Bialystok ausführlich zu Wort kommen.
"Wegen der vielen Morde...". Ulrich-Wilhelm Graf von Schwerin von Schwanenfeld. Widerstand gegen das Unrecht
Eine Dokumentation von Irmgard von zur Mühlen. BRD. 1996. 60 Min.
"Wegen der vielen Morde ..." - dieses Motiv nennt Ulrich-Wilhelm Graf von Schwerin von Schwanenfeld, der als Mitverschwörer des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 angeklagt, verurteilt und hingerichtet worden ist, vor dem Volksgerichtshof. Seine mutigen Worte während der Verhandlung am 21. August 1944 bringen den Präsidenten des Volksgerichtshofes, Roland Freisler, völlig aus der Fassung. Schwerin ist seit 1935 im Widerstand aktiv, als Verbindungsmann zu Witzleben, Beck, Yorck und Stauffenberg wirkt er an entscheidender Stelle im Hintergrund und beteiligt sich an den Vorbereitungen zu allen Attentatsversuchen gegen Hitler. Er hat schon früh erkannt, dass ein Umsturz nur mit der Beseitigung des Diktators möglich sein würde.
"Wer glaubt, der flieht nicht ..." Dietrich Bonhoeffer, 1906 - 1945
Eine Dokumentation von Hellmut Sitó Schlingensiepen und Christian Bimm Coers. BRD. 2005. 23 Min.
Als Dietrich Bonhoeffer 1939 in New York vor der Entscheidung steht, in Sicherheit zu bleiben oder zurückzukehren, entscheidet er sich bewusst für ein Leben in Nazi-Deutschland. Wer war dieser Mann, der die Verantwortung für die nächsten Generationen über die Möglichkeit seiner persönlichen Rettung stellt und 1945 für seine Überzeugung im KZ Flossenbürg ermordet worden ist?

Zum 100. Geburtstag Dietrich Bonhoeffers am 4. Februar 2006 offenbart "Wer glaubt, der flieht nicht ..." Bonhoeffers Bedeutung bis heute, die sich aus der ungewöhnlichen Einheit seiner Worte und Taten ergibt.

Die Internationale Bonhoeffer-Gesellschaft hat diesen Film für Schulen und die Erwachsenenbildung in Auftrag gegeben, um Bonhoeffer, dessen Texte bis heute hohe Aktualität haben, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.
1933 - Zwei Sozialdemokraten erinnern
Eine Dokumentation im Auftrag des Parteivorstands der SPD. BRD. 1983. 24 Min.
Lotte Lemke, früher Leiterin einer Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt, und der Hamburger Sozialdemokrat Karl Moser berichten über ihre Erinnerungen an die Zeit der nationalsozialistischen Machtübernahme. Dabei werden aus Sicht der beiden Zeitzeugen Politik und Alltag, Hoffnungen, Befürchtungen und Stimmungen der Zeit reflektiert und mit zeitgenössischen Dokumentaraufnahmen ergänzt.
Annedore und Julius Leber. Eltern im Widerstand
Eine Dokumentation von Heike Bretschneider. BRD. 1994. 44 Min.
Der sozialdemokratische Politiker Julius Leber wird 1933 von den Nationalsozialisten festgenommen und kommt erst 1937 aus dem KZ Sachsenhausen frei. Er arbeitet als Kohlenhändler, sucht jedoch bald wieder Verbindung zu seinen sozialdemokratischen Freunden. Leber beteiligt sich an den Staatsstreichplänen des 20. Juli 1944 und soll nach einem gelungenen Umsturz Reichskanzler oder Innenminister werden. Nach dem Scheitern des Umsturzversuches wird er am 5. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee ermordet, seine Frau Annedore und ihre beiden Kinder Katharina und Mattias kommen in „Sippenhaft“.

Katharina Christiansen erzählt von ihrer Kindheit als Tochter des Widerstandskämpfers. Die Dokumentation verzahnt den politischen Kampf von Julius Leber und seiner Frau Annedore mit den Erinnerungen der Tochter an ihre Eltern zu einem Lebensbild zweier Generationen.
Archiv der Erinnerung I. Interviews mit Überlebenden der Shoah: Interview mit Hertha B.
Eine Dokumentation von Irene Diekmann. BRD. 1998. 41 Min.
Erster Teil einer sechsteiligen Reihe mit Interviews, die zwischen 1995 und 1996 mit meist in der Region Berlin-Brandenburg lebenden jüdischen Zeitzeugen vor der Kamera aufgezeichnet wurden. Aus den insgesamt fast 80 geführten Interviews wurden sechs Biographien ausgewählt, die jeweils für einen spezifischen Weg der Verfolgung stehen. Das Interview mit Hertha B. dient als Beispiel für das Thema "Emigration". Hertha B., geboren 1920, fasst unter dem Eindruck der Erlebnisse während des Novemberpogroms 1938 den Entschluss zur Emigration. Nach Absolvierung eines Hachscharah-Lagers gelingt es ihr noch im Oktober 1939, nach Palästina auszuwandern. Hertha B. berichtet von der gefahrvollen Überfahrt und dem schwierigen und arbeitsreichen Leben in Palästina bzw. in Israel bis zu ihrer Rückkehr nach Deutschland im Jahre 1958.

In der Bildungsarbeit bietet sich das Interview für die Behandlung folgender Themen an:
- Hachscharah-Lager (Lager zur Vorbereitung von Juden auf ein Arbeitsleben in Palästina)
- Emigration
- Palästina/Israel

Das Begleitheft zur Interviewreihe enthält methodische Hinweise und Arbeitsaufträge zum Einsatz in der Bildungsarbeit, Transskriptionen sämtlicher Interviewausschnitte mit Timecode, Kurzbiographien der Interviewten, weiterführende Literaturhinweise und ein Glossar.
Archiv der Erinnerung III. Interviews mit Überlebenden der Shoah: Interview mit Egon K.
Eine Dokumentation von Irene Diekmann. BRD. 1998. 39 Min.
Dritter Teil einer sechsteiligen Reihe mit Interviews, die zwischen 1995 und 1996 mit meist in der Region Berlin-Brandenburg lebenden jüdischen Zeitzeugen vor der Kamera aufgezeichnet wurden. Aus den insgesamt fast 80 geführten Interviews wurden sechs Biographien ausgewählt, die jeweils für einen spezifischen Weg der Verfolgung stehen. Das Interview dient als Beispiel für das Thema "Jüdisches Leben in Brandenburg". Im Mittelpunkt des Berichtes stehen die Erinnerungen Egon K.s, geboren 1918, an seine Kindheit, den 1.-April-Boykott 1933, den "Rassekunde"-Unterricht in der Schule sowie an die Ereignisse der Reichspogromnacht in seiner Geburtsstadt Rathenow. Vor allem wird auch die Rolle der Religion im Leben von Egon K. thematisiert.

In der Bildungsarbeit bietet sich das Interview für die Behandlung folgender Themen an:
- Soziales Leben der Juden in einer brandenburgischen Kleinstadt
- Religiöses Leben in einer brandenburgischen Kleinstadt und Bedeutung der Religion für die hier lebenden Mitglieder der jüdischen Gemeinde
- Die Ereignisse während des Reichspogroms im November 1938

Das Begleitheft zur Interviewreihe enthält methodische Hinweise und Arbeitsaufträge zum Einsatz in der Bildungsarbeit, Transskriptionen sämtlicher Interviewausschnitte mit Timecode, Kurzbiographien der Interviewten, weiterführende Literaturhinweise und ein Glossar.
Archiv der Erinnerung IV. Interviews mit Überlebenden der Shoah: Interview mit Werner K.
Eine Dokumentation von Cathy Gelbin. BRD. 1998. 44 Min.
Vierter Teil einer sechsteiligen Reihe mit Interviews, die zwischen 1995 und 1996 mit meist in der Region Berlin-Brandenburg lebenden jüdischen Zeitzeugen vor der Kamera aufgezeichnet wurden. Aus den insgesamt fast 80 geführten Interviews wurden sechs Biographien ausgewählt, die jeweils für einen spezifischen Weg der Verfolgung stehen. Das Interview mit Werner K., geboren 1919, zeigt exemplarisch den Themenkreis "KZ-Haft" auf. Anhand seines Beispiels wird das Ausmaß des Völkermordes deutlich; die wenigen Überlebenden bildeten die Ausnahme, während mit den Ermordeten auch familiäre, soziale und kulturelle Zusammenhänge verloren gingen. Von Berlin aus zunächst in das Ghetto Lodz und von dort aus in die Lager Rawicz, Auschwitz, Sachsenhausen und Buchenwald verschleppt, entwickelte Werner K. aus der Verfolgungserfahrung heraus ein dezidiert politisches Bewusstsein. Nach der Befreiung trat er der damaligen kommunistischen Partei bei und entschied sich für ein Leben in der DDR. Seine Lebensgeschichte verweist auf den langen Leidensweg vieler KZ-Häftlinge und eröffnet zugleich einen Zusammenhang zwischen individuellen Verarbeitungsmustern und gesellschaftlichen Diskursen hinsichtlich der Shoah in beiden deutschen Staaten nach 1945.

In der Bildungsarbeit bietet sich das Interview für die Behandlung folgender Themen an:
- KZ-Haft und Widerstand
- Das Weiterleben in der SBZ bzw. DDR nach 1945
- Der schwierige Dialog zwischen den Generationen der Überlebenden und ihren Kindern

Das Begleitheft zur Interviewreihe enthält methodische Hinweise und Arbeitsaufträge zum Einsatz in der Bildungsarbeit, Transskriptionen sämtlicher Interviewausschnitte mit Timecode, Kurzbiographien der Interviewten, weiterführende Literaturhinweise und ein Glossar.
Archiv der Erinnerung VI. Interviews mit Überlebenden der Shoah: Interview mit Ilse R.
Eine Dokumentation von Eva Lezzi. BRD. 1998. 42 Min.
Letzter Teil einer sechsteiligen Reihe mit Interviews, die zwischen 1995 und 1996 mit meist in der Region Berlin-Brandenburg lebenden jüdischen Zeitzeugen vor der Kamera aufgezeichnet wurden. Aus den insgesamt fast 80 geführten Interviews wurden sechs Biographien ausgewählt, die jeweils für einen spezifischen Weg der Verfolgung stehen. Das Interview mit Ilse R. dient als Beispiel für das Thema "Überleben im Versteck". Die Interviewpartnerin blieb während der ganzen Zeit des Nationalsozialismus innerhalb Deutschlands, genauer gesagt in Berlin. Ihre Lebensgeschichte zeigt die verschiedenen Phasen des Überlebens im Versteck: Die sukzessiv sich verschärfende Ausgrenzung aus einem eben noch mit nichtjüdischen Deutschen geteilten Alltag, das Untertauchen und die Situation in der Illegalität sowie das Sich-wieder-Zurechtfinden in der Nachkriegszeit.

In der Bildungsarbeit bietet sich das Interview für die Behandlung folgender Themen an:
- Gegen Juden gerichtete Diskriminierungsmaßnahmen während des Nationalsozialismus
- Das Leben im Versteck
- Handlungsspielräume von nichtjüdischen Deutschen

Bei Ilse R. handelt es sich um Ilse Rewald, zu der im Rahmen des Stille-Helden-Projekts der Gedenkstätte Deutscher Widestand weitere Informationen vorliegen (Rettungsaktion durch Hanning Schröder).
Die Erinnerungen Ilse Rewalds sind in der Reihe "Beiträge zum Widerstand 1933-1945" unter dem Titel "Berliner, die uns halfen, die Hitlerdiktatur zu überleben" erschienen.

Das Begleitheft zur Interviewreihe enthält methodische Hinweise und Arbeitsaufträge zum Einsatz in der Bildungsarbeit, Transskriptionen sämtlicher Interviewausschnitte mit Timecode, Kurzbiographien der Interviewten, weiterführende Literaturhinweise und ein Glossar.
Auch er wollte Hitler stürzen. Carl-Hans Graf von Hardenberg und der 20. Juli 1944
Eine Dokumentation von Kurt Seehafer und Jürgen Eike. BRD 1990. 51 Min.
Als überzeugter Gegner der Nationalsozialisten schließt sich Carl-Hans Graf von Hardenberg, geb. 1891, der militärischen Opposition an und fasst schon früh den Entschluss zu einem Attentat auf Hitler. Nach dem Scheitern des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 wird er vier Tage später verhaftet und bis zur Befreiung des Lagers durch sowjetische Truppen im April 1945 im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert.

Der Film zeigt mit dem Lebensbild Carl-Hans Graf von Hardenbergs exemplarisch, wie der militärische und bürgerliche Widerstand durch familiäre und persönliche Beziehungen, Freundschaften und Bekanntschaften geprägt war.
Beck kontra Hitler. Ein Generalstabschef gegen den Krieg
Eine Dokumentation von Kurt Seehafer und Jürgen Eike. BRD. 1991. 49 Min.
Ludwig Beck, geb. 1880, bildet zusammen mit Carl Friedrich Goerdeler seit 1938 den Mittelpunkt der Opposition militärischer und ziviler Kreise gegen Hitler. Als der Berufsoffizier im Sommer 1938 vergeblich die Generalität zum geschlossenen Rücktritt auffordert, um den drohenden Krieg in Europa zu verhindern, stellt er seinen Posten aus Gewissensgründen zur Verfügung. Er beteiligt sich an den Attentatsplänen und soll nach Hitlers Tod Staatsoberhaupt werden. Nach dem Scheitern des Anschlags auf Hitler am 20. Juli 1944 wird Beck noch am selben Abend nach einem missglückten Selbstmordversuch im Berliner Bendlerblock, der Zentrale des Umsturzes, von einem Feldwebel erschossen.

Der Film zeichnet mittels unterschiedlicher Quellen, insbesondere durch zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen, ein dichtes Lebensbild Ludwig Becks und schildert seine Beteiligung an den Umsturzplänen gegen Hitler.
Berlin unter dem Hakenkreuz. Die Dreißiger Jahre
Eine Dokumentation von Irmgard von zur Mühlen. BRD. 1987. Teil 1: 38 Min. Teil 2: 49 Min.
Der Film schildert ausschließlich anhand von Original-Filmdokumenten, ausgehend von den nächtlichen Fackelzügen in Berlin anlässlich der nationalsozialistischen Machtübernahme am 30. Januar 1933 bis zum Vorabend des Zweiten Weltkrieges im Sommer 1939, wie die nationalsozialistische Politik in wenigen Jahren das Leben in der „Reichshauptstadt“ verändert hat. Zitate von Widerstandskämpfern oder von Menschen, die dem NS-Regime kritisch gegenüber stehen, konterkarieren an vielen Stellen die Propagandabilder. So entsteht ein facettenreiches Bild vom Berliner Alltagsleben zwischen dem „schönen Schein“ und der Wirklichkeit der nationalsozialistischen Diktatur.
Berliner Zeitzeugen aus dem antifaschistischen Widerstand
Eine Dokumentation von Loretta Walz. BRD. 1993. 67 Min.
3 Erzählungen

"Fünf Jahre Stacheldraht in meiner Jugend ..." Heinz Schröder erzählt über seine Familie und sein Leben in Lichterfelde. Durch die sozialdemokratische und antimilitaristische Erziehung seiner Eltern motiviert, tritt er der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) bei und engagiert sich in den dreißiger Jahren in der SPD und im Reichsbanner. Zusammen mit seiner Frau Hilde arbeitet er nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 illegal weiter. Er wird verhaftet, als "wehruntüchtig" eingestuft und nach seiner Haftentlassung in ein Strafbataillon eingezogen, bis er in Kriegsgefangenschaft gerät. Insgesamt verbringt er fünf Jahre seiner Jugend hinter Stacheldraht. (25 Min.)

"Es kann nicht jeder ein Held sein ..."
Gertrud Keen, die über Freunde zum Kommunistischen Jugendverband findet, erzählt von ihrem politischen Engagement und von ihrem Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Dabei berichtet sie nicht nur über ihre Verhaftung und ihren Aufenthalt im Frauenkonzentrationslager Moringen, sondern auch, wie sie nach der Haftentlassung 1935 ihre politische Tätigkeit wiederaufnehmen kann und sich weiter aktiv an Widerstandsaktionen beteiligt. (21 Min.)

"Ich dachte, der Himmel stürzt ein ..."
Wolfgang Szepansky wird 1940, nachdem er viele andere Lager durchlaufen hat, in das Konzentrationslager Sachsenhausen verbracht. Er erzählt über seine Haft in dem 1936/37 nahe Berlin errichteten Lager, das eine Sonderrolle im KZ-System einnimmt und als Ausbildungsort für Lager-Kommandanten und -Bewachungspersonal dient. (21 Min.)
Brautbriefe - Zelle 92
Eine Dokumentation von Manfred Bannenberg. BRD. 1993. 30 Min.
Kurz vor seiner Verhaftung im April 1943 verloben sich der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer, ein entschiedener Gegner der Nationalsozialisten und Wortführer der kirchlichen Oppositionsbewegung "Bekennende Kirche", und Maria von Wedemeyer. Nur durch Briefe und seltene Begegnungen im Gefängnis Tegel, die unter strenger Aufsicht stattfinden, können sie die Verbindung zueinander aufrecht erhalten. Der Film spürt der Beziehung dieser beiden Menschen nach. Er lässt Zeitzeugen zu Wort kommen und macht dabei auch Bonhoeffers Auseinandersetzung mit der "Ethik im totalitären Staat" deutlich.
Chef des Generalstabs oder Tod auf dem Schafott. Stationen im Leben des Henning von Tresckow
Eine Dokumentation von Ulrich Teschner. DDR. 1986. 42 Min.
Henning von Tresckow, geb. 1901, kommt eine führende Stellung unter den oppositionellen Offizieren gegen Hitler zu. Obwohl er zunächst die nationalsozialistische Machtübernahme begrüßt, distanziert er sich zunehmend von der Politik Hitlers und stellt sich nach den Novemberpogromen 1938 auf die Seite der entschlossenen Regimegegner. Tresckow ist früh der Ansicht, ein Anschlag auf Hitler sei als Notwehr rechtmäßig und sittlich geboten. Einen Tag nach dem Scheitern des Attentats vom 20. Juli 1944 setzt er seinem Leben an der Front ein Ende. Der Film zeichnet ein differenziertes Bild des Offiziers und Hitlergegners, indem er zahlreiche Familienangehörige, Freunde und Kameraden zu Wort kommen lässt.
Daffke ...! Die vier Leben der Inge Deutschkron
Eine Dokumentation von Wolfgang Kolneder. BRD. 1994. 90 Min.
Inge Deutschkron, 1922 in Finsterwalde geboren, erlebt als Kind die nationalsozialistische Machtübernahme. Als Jüdin ist sie gemeinsam mit ihrer Familie der nationalsozialistischen Entrechtung und Verfolgung ausgesetzt. Zusammen mit ihrer Mutter Ella gelingt es ihr, in Berlin „unterzutauchen“ und so der Deportation zu entkommen.

In der Dokumentation beschreibt Inge Deutschkron ihre "vier Leben" anlässlich ihres 70. Geburtstages im Jahr 1992. Sie erzählt von ihrer Jugend während der NS-Zeit und vom Leben im Untergrund sowie von ihrer Auswanderung nach Israel und von der Enttäuschung über die Entwicklung in Deutschland nach 1945.
Das ruhelose Gewissen. (The Restless Conscience)
Eine Dokumentation von Hava Kohar Beller. Deutsche Fassung. USA. 1991. 108 Min.
Der Film verfolgt mit einer Verknüpfung von authentischem Wochenschaumaterial und Zeitzeugengesprächen die Entwicklungslinien des militärischen und zivilen Widerstandes von seinen Anfängen bis zum Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944. Im Zentrum stehen die Widerstandsaktivitäten des Kreisauer Kreises und der Umsturzversuch vom 20. Juli. Dabei werden einzelne Widerstandskämpfer und ihre Pläne, durch ein erfolgreiches Attentat auf Hitler das NS-Regime zu beseitigen, näher vorgestellt.
Deckname: Dr. Friedrich. Carlo Mierendorff - Leben auf Zeit
Eine Dokumentation von Alfred Jungraithmayer. BRD. 1998. 43 Min.
Der Film zeichnet die Festnahme und die verschiedenen Stationen der KZ Haft Mierendorffs in den dreißiger Jahren nach. Dazu gehören auch Folterungen und ein Verhör durch Heydrichs Stellvertreter Werner Best. Nach der Entlassung aus dem KZ im Februar 1938 verwirft Mierendorff den Gang ins Exil und schließt sich 1941 dem Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke an. Rückblenden zeigen seine literarische Tätigkeit nach dem Ersten Weltkrieg, seine Kontakte mit Carl Zuckmayer und die Studienzeit in Heidelberg, u.a. als Schüler von Max Weber. Im Kreisauer Kreis arbeitet der Sozialdemokrat Mierendorff eng mit Julius Leber, Adolf Reichwein und Moltke zusammen. Er stirbt bei einem Luftangriff auf Leipzig am 4. Dezember 1943.
Der 20. Juli in Paris
Eine Dokumentation von Andreas von Klewitz. BRD. 1995. 55 Min.
Nach der Landung alliierter Einheiten in Nordfrankreich Anfang Juni 1944 sammeln sich in Frankreich Hitlergegner um den Militärbefehlshaber General Carl Heinrich von Stülpnagel. Als am Nachmittag des 20. Juli 1944 die Nachricht vom Attentat auf Hitler in Paris eintrifft, werden die Zentren der Gestapo und der SS von den Verschwörern besetzt. Doch auch der Umsturzversuch in Paris ist noch in der Nacht zum 21. Juli 1944 zum Scheitern verurteilt.

In vielen authentischen Filmaufnahmen und Interviews mit Zeitzeugen zeichnet die Dokumentation diese Ereignisse nach und verfolgt die Schicksale der am Umsturzversuch in Paris maßgeblich beteiligten Offiziere.
Der Attentäter. Auf den Spuren von Herschel Grynszpan
Eine Dokumentation von Lutz van Dijk. BRD. 1993. 58 Min.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 organisieren die Nationalsozialisten ein Pogrom in ganz Deutschland. Sie rechtfertigen es als Reaktion auf das Attentat des in Hannover aufgewachsenen Herschel Grynszpan auf den Legationssekretär Ernst vom Rath in Paris am 7. November 1938.

Mit der Geschichte des siebzehnjährigen Herschel Grynszpan wird veranschaulicht, in welchen Konflikten junge verfolgte Menschen damals lebten. Bilder voller Atmosphäre, Gespräche mit Freunden und Verwandten, aber auch mit Zeitzeugen und Historikern machen Geschichte lebendig – gerade für Jugendliche.
Der Fall Lindemann. Ein General im Widerstand und seine Helfer
Eine Dokumentation von Irmgard von zur Mühlen. BRD. 1993. 54 Min.
Der Berufsoffizier Fritz Lindemann, geb. 1894, knüpft früh Kontakte zu den militärischen Verschwörern. Als die Gestapo nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 seine Beteiligung entdeckt, gelingt es ihm zunächst unterzutauchen. Er wird bei seiner Verhaftung schwer verletzt und stirbt kurz darauf im Krankenhaus.

Neben dem persönlichen Porträt Lindemanns und seines Weges in den Widerstand zeigt der Film auch eindringlich den Mut, die Opferbereitschaft und das Schicksal jener Menschen, die ihm auf seiner Flucht beistehen, ihn vor der Gestapo verbergen und dafür, wie das Ehepaar Gloeden, ihr Leben aufs Spiel setzen.
Der gelbe Stern. Die Judenverfolgung 1933 - 1945
Eine Dokumentation von Dieter Hildebrandt. BRD. 1980. 90 Min.
Der Film dokumentiert die Geschichte der Entrechtung, Unterdrückung, Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch die nationalsozialistischen Machthaber. Er beschreibt, wie sich die Repressionen gegen Jüdinnen und Juden in Deutschland ab 1933 zunehmend ausweiten – von der sozialen Ausgrenzung über gesetzliche Maßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung und ihre Vertreibung in die Emigration bis zur Kennzeichnung mit dem "gelben Stern", der Errichtung von Ghettos und den Deportationen in die Konzentrations- und Vernichtungslager. Dabei werden vor allem Original-Filmdokumente aus deutschen Wochenschauen und NS-Propagandafilmen sowie Aufnahmen der Alliierten nach der Befreiung der Konzentrationslager gezeigt.
Der Mut des Fliegers. Adolf Reichwein. Ein Pädagoge im Widerstand
Eine Dokumentation von Wolfgang Brenner und Karl Hermann. BRD. 1998. 45 Min.
Adolf Reichwein, einer der profiliertesten Reformpädagogen der Weimarer Re­publik, wird als Hochschullehrer von den Nationalsozialisten abgesetzt und muss in einer Dorfschule in Tiefensee bei Berlin arbeiten. Reichwein, der in den zwanziger Jahren als Pilot an mehreren Expeditionen teilgenommen hat, nutzt diese Zeit, um seine reformpädagogischen Konzepte weiterzuentwickeln. In den vierziger Jahren engagiert er sich als Sozialdemokrat im Kreisauer Kreis. 1944 führt er mit Wissen Stauffenbergs Sondierungsgespräche mit füh­renden deutschen Kommunisten. Weil an diesen Gesprächen ein Gestapo-Spit­zel teilnimmt, wird Reichwein am 4. Juli 1944 festgenommen, am 20. Oktober 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am selben Tage in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Der Widerstand der deutschen Arbeiterbewegung 1933 - 1945. Der Sozialdemokrat Fritz Heine
Eine Dokumentation von Franz-Josef Jelich. BRD. 1986. 34 Min.
Fritz Heine, geboren 1904, wächst in Hannover als Sohn einer Arbeiterfamilie auf. Nach seiner kaufmännischen Ausbildung wird er 1925 in Berlin Angestellter des Parteivorstands der SPD und muss nach der nationalsozialistischen Machtübernahme aus Deutschland fliehen. Sein Weg führt ihn über Prag und Frankreich 1941 schließlich nach London. Im Exil setzt er seinen Kampf gegen den Nationalsozialismus in der SOPADE, dem sozialdemokratischen Parteivorstand im Exil, fort und organisiert 1940 auch für viele Flüchtlinge aus Deutschland die Ausreise aus Marseille in die USA. Nach dem Kriegsende kehrt er nach Deutschland zurück und wird 1946 Mitglied des SPD-Parteivorstands. Aus der Sicht des Zeitzeugen berichtet Fritz Heine in dieser Dokumentation von den zentralen Stationen seines Lebens und seiner politischen Tätigkeit von der Weimarer Republik bis zum Nachkriegsdeutschland.
Der Widerstand der deutschen Arbeiterbewegung 1933 - 1945. Karl Anders und der kommunistische Widerstand
Eine Dokumentation von Franz-Josef Jelich. BRD. 1986. 46 Min.
Im Mittelpunkt dieser Dokumentation steht der Berliner Arbeiter und Kommunist Karl Anders, geboren 1907. Er berichtet aus der Perspektive des Zeitzeugen von seiner Tätigkeit als Funktionär für die KPD, von seiner Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland 1934, die ihn über Prag nach London führt, von seinem Kampf gegen den Nationalsozialismus aus dem Exil als Mitarbeiter deutschsprachiger Radiosendungen der BBC sowie von seiner Nachkriegstätigkeit als BBC-Korrespondent in Berlin. Dabei beleuchtet er auch seine allmähliche Distanzierung von der kommunistischen Partei und sein Engagement für die Sozialdemokratie in der neugegründeten Bundesrepublik.
Des Allemands résistent à Hitler: 1. (Französische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 1: Vom Flugblatt zum Attentat")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
Des Allemands résistent à Hitler: 2. (Französische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 2: Klassenkampf und braune Hemden")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
Des Allemands résistent à Hitler: 3. (Französische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 3: Gott und die Nazis")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
Des Allemands résistent à Hitler: 4. (Französische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 4: Zivilcourage")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
Des Allemands résistent à Hitler: 5. (Französische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 5: Die Hoffnung der Demokraten")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
Des Allemands résistent à Hitler: 6. (Französische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 6: Aufstand der Offiziere")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
Des Allemands résistent à Hitler: 7. (Französische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 7: Das Ende")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
Die Befreiung von Auschwitz
Eine Dokumentation von Irmgard von zur Mühlen. BRD. 1985. 52 Min.
Die Dokumentation zeigt die Filmaufnahmen sowjetischer Kameramänner, die nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zwischen dem 27. Januar und dem 28. Februar 1945 gedreht worden sind. Die Aufnahmen werden in den zentralen Passagen ungeschnitten und ohne Hintergrundmusik oder Toneinspielung gezeigt.
Die Frauen des 20. Juli
Eine Dokumentation von Irmgard von zur Mühlen. BRD. 1985. 60 Min.
Frauen, Witwen und Töchter von Widerstandskämpfern berichten über die Motive der Männer des 20. Juli 1944, über ihre eigene Inhaftierung nach dem Scheitern des Umsturzversuches im Rahmen der "Sippenhaft" und die damit verbundene Trennung von ihren Kindern. Vielen von ihnen sind die Gedanken und Ziele ihrer Männer vertraut gewesen, viele haben diese in ihrem Widerstand unterstützt und dafür zahlreiche Gefahren auf sich genommen.
Die Geschichte der Hitlerjugend. Teil 1: Die frühen Jahre
Eine Dokumentation von Peter Schultze. BRD. <ohne Jahr>. 44 Min.
Der erste Teil der Reihe zeigt den Aufstieg der Jugendorganisation der NSDAP von der Gründung 1926 bis Ende 1932. Vor dem Hintergrund der Versailler Verträge und einer parteipolitischen Radikalisierung formieren sich in der Weimarer Republik eine Vielzahl von teils politischen, teils sportlichen Kinder- und Jugendvereinen. Als Baldur von Schirach im Jahr 1930 erster Reichsjugendführer der NSDAP wird, erfolgt eine Straffung der Organisation nach Alter und Geschlecht: Jungvolk und Hitlerjugend bei den Jungen, Jungmädel-Bund und Bund Deutscher Mädel bei den Mädchen. Die historischen Filmaufnahmen zeigen unter anderem den ersten großen Massenauftritt der HJ beim Reichsjugendtreffen in Potsdam 1932. In Interviews mit Historikern, ehemaligen HJ-Angehörigen und anderen Zeitzeugen wird die frühe Periode der Hitlerjugend geschildert.
Die Geschichte der Hitlerjugend. Teil 2: Von der Parteijugend zur Staatsjugend
Eine Dokumentation von Peter Schultze. BRD. <ohne Jahr>. 61 Min.
Der zweite Teil der Reihe beginnt mit dem Jahr 1933. Die Hitlerjugend wird zur einzigen zulässigen Jugendorganisation des Staates. Schon zu Beginn des nationalsozialistischen Terrors spielt die HJ eine wichtige Rolle, indem sie im Frühjahr 1933 die Häuser der Jugendverbände der gegnerischen Parteien besetzt. In der HJ werden den Jugendlichen die rassistischen und militaristischen Grundsätze des Nationalsozialismus beigebracht. Die weltanschauliche Prägung der jungen Menschen wird kombiniert mit der Vorbereitung auf einen möglichen Krieg, in dem die Hitlerjugend ihre Aufgaben wahrnehmen müsse. Mithilfe von zahlreichen Filmaufnahmen sowie in Interviews mit Historikern, ehemaligen HJ-Angehörigen und anderen Zeitzeugen wird die Rolle der Hitlerjugend in den ersten Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft geschildert.
Die Geschichte der Hitlerjugend. Teil 3: Im Kriegseinsatz 1939 - 1945
Eine Dokumentation von Peter Schultze. BRD. <ohne Jahr>. 61 Min.
Der dritte Teil der Reihe beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Einsatz der Hitlerjugend im Krieg. Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges werden zahlreiche neue Aufgaben an die Jugendorganisation der NSDAP herangetragen: Einsammeln von Rohstoffen, Arbeit im Rahmen des Winterhilfswerkes, Mithilfe bei der Beseitigung der Bombenschäden, der Einsatz beim Luftschutz und als Flakhelfer, die Formierung eigener militärischer Verbände und schließlich der Einsatz im Rahmen des "Volkssturms" in den letzten Kriegsmonaten. In zahlreichen Filmaufnahmen und in aufschlussreichen Interviews, etwa mit dem ehemaligen Reichsjugendführer Artur Axmann, der 1940 Nachfolger von Schirach geworden ist, wird ein eindringliches Bild der Hitlerjugend zu Kriegszeiten gezeichnet.
Die Greiferin. Die Geschichte einer jüdischen Gestapo-Agentin
Eine Dokumentation von Ferdinand Kroh. BRD. 1995. 43 Min.
Stella Kübler erzählt in dieser Dokumentation ihre fünfzig Jahre zurückliegende Lebensgeschichte. Als Jüdin von den Nationalsozialisten verfolgt, kann sie die NS-Zeit in Berlin überleben, indem sie mit der Gestapo zusammenarbeitet: Gemeinsam mit ihrem Freund Rolf Isaaksohn verrät sie etwa 300 Juden, die vor ihren nationalsozialistischen Verfolgern „untergetaucht“ sind, und bringt diese so auf die Deportationslisten in die Vernichtungslager. Nach 1945 hält sich Stella Kübler zunächst versteckt. Sie wird jedoch entdeckt und von einem Gericht der DDR zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach der Verbüßung dieser Strafe verlässt sie die DDR und lebt in West-Berlin, wo sie erneut vor Gericht gestellt wird.
Die Kinder des 20. Juli. Erbe und Vermächtnis
Eine Dokumentation von Irmgard von zur Mühlen und Ekkehard Kuhn. BRD. 1987. 60 Min.
Clarita Müller-Plantenberg, Uta von Aretin, Detlef und Wilhelm Graf von Schwerin von Schwanenfeld, Eberhard und Alfred von Hofacker, Klaus von Dohnanyi, Uta und Michael Maass, Marianne Meyer-Krahmer, Elisabeth Katzer, Berthold Schenk Graf von Stauffenberg, Sabine Reichwein, Hildur Zorn und Isa Vermehren sind die Töchter und Söhne jener Männer, die am 20. Juli 1944 versucht haben, das NS-Regime zu stürzen. Sie erinnern sich in diesem Film an ihre Kindheit im Nationalsozialismus und an die Folgen des Umsturzversuches für die Familienangehörigen der Verschwörer: Nach der Verhaftung und Ermordung ihrer Väter wurden viele der Kinder von ihren Familien getrennt und - wie ihre Mütter, Onkel, Tanten und Geschwister - in "Sippenhaft" genommen. Einige von ihnen erfuhren erst viele Jahre später, warum ihre Väter nicht mehr am Leben waren.

Durch Interviews, Familienzeugnisse und zeitgenössische Filmdokumente entstehen eindrucksvolle Schilderungen des eigenen Lebensschicksals sowie der Männer des 20. Juli in ihrem privaten Umfeld.
Die Rote Kapelle
Eine Dokumentation von Stefan Roloff. BRD/USA. 2002. 86 Min.
Helmut Roloff, namhafter Konzertpianist und Musikpädagoge (1912 – 2001), wird wegen seiner Aktivitäten in der Widerstandsgruppe Rote Kapelle im Herbst 1942 von der Geheimen Staatspolizei in Haft genommen. In seiner Wohnung findet die Gestapo eines der – nicht funktionstüchtigen – Funkgeräte der Roten Kapelle. Helmut Roloff gelingt es, sich seinen Verfolgern als „unpolitischer Musiker“ darzustellen. Er überlebt die Haft.

Stefan Roloff, geboren 1953, lebt als Maler und Filmemacher in New York. Seit 1998 arbeitet er an dem Dokumentarfilm über seinen Vater Helmut Roloff und die Geschichte der Widerstandsgruppe Rote Kapelle.
Die Sonette von Moabit
Eine Dokumentation von Oliver Rauch. BRD. 1996. 56 Min.
Um Mitternacht vom 22. auf den 23. April 1945 fallen Schüsse in den Ruinen eines zerbombten Ausstellungspalastes in Berlin-Moabit. Achtzehn Männer bre­chen unter den Genickschüssen eines SS-Exekutionskommandos zusammen. Unter den Toten ist auch der Dichter Albrecht Haushofer, der im Januar 2003 100. Geburtstag gehabt hätte. Allein der junge Arbeiter Herbert Kosney überlebt. Der Film schlägt ein vergessenes Kapitel des Kampfes gegen den Nationalsozialismus auf: Er beschreibt die Situation im Moabiter Zellengefängnis, an die sich Herbert Kosney und seine Zellennachbarn, die Theologen Eberhard Bethge und Franz von Hammerstein, erinnern, die unterschiedliche Gruppen des Widerstands repräsentieren.
Die Weiße Rose
Ein Spielfilm von Michael Verhoeven mit Lena Stolze, Wulf Kessler, Oliver Siebert, Ulrich Tukur, Werner Stocker und Martin Benrath. BRD. 1982. 120 Min.
Im Sommer 1942 findet sich an der Münchener Universität um Hans und Sophie Scholl eine Gruppe von Studenten zusammen, die in den kommenden Monaten mit Wandparolen und insgesamt sechs Flugblättern zum Sturz des NS-Systems und zum "passiven Widerstand" gegen Hitlers verbrecherischen Krieg aufruft. Zugleich versuchen ihre Mitglieder, Kontakte in andere Städte auszubauen. Als Hans und Sophie Scholl am 18. Februar 1943 Hunderte von Flugblättern in den Lichthof des Münchener Universitätsgebäudes werfen, werden sie entdeckt und der Gestapo übergeben. Die führenden Mitglieder der Weißen Rose werden verhaftet und zum Tode verurteilt. Insgesamt geraten vor allem in München und Hamburg mehr als 40 Menschen für längere Zeit in Haft. 16 von ihnen werden ermordet oder in den Tod getrieben.

"Verhoeven macht in seiner Rekonstruktion Schluß mit verklärenden oder diffamierenden Thesen über die Gruppe, er befreit sie vom Ruch des politischen Sektierertums und der schwärmerischen Todessehnsucht und deutet das Handeln dieser jungen Leute als klare politische Vernunft. Die Aktualität des Themas Widerstand ist ungebrochen und der kritische Ansatz gegen Ja-Sager, schweigende Intellektuelle und Mitläufer noch immer von Bedeutung." (film-dienst)
Diplomaten gegen Hitler. Der Widerstand im Auswärtigen Amt
Eine Dokumentation von Michael Kloft, Katharina Kiecol und Irmgard von zur Mühlen. BRD. 1995. 100 Min.
Die Dokumentation zeichnet den Weg jener oppositionellen Diplomaten nach, die während der nationalsozialistischen Diktatur ihre Stellung im Auswärtigen Amt nutzen, um gegen die verbrecherische Politik des Regimes zu arbeiten. Sie versuchen, einen Krieg zu verhindern. Ohne die Verbindungen dieser Diplomaten hätten die Verschwörer um Stauffenberg, Tresckow und Goerdeler viele Informationen nicht erhalten, die sie zur Vorbereitung des Staatsstreichversuchs vom 20. Juli 1944 benötigen.
Ein deutsches Schicksal. Heinrich Graf von Einsiedel
Eine Dokumentation von Raimund Koplin. BRD. 1990. 45 Min.
Im Sommer 1943 wird auf Anregung der sowjetischen Führung im Kriegsgefangenenlager Krasnogorsk bei Moskau das Nationalkomitee „Freies Deutschland“ (NKFD) gegründet. Es soll zum Sturz des NS-Regimes aufrufen und wird zum Mittel sowjetischer Politik, aber auch der Beeinflussung von Kriegsgefangenen. Zu seinen Mitgliedern gehören neben führenden Vertretern der deutschen kommunistischen Emigranten in Moskau Kriegsgefangene aus mehreren Mannschafts- und Offizierslagern. Der Film zeigt ein Porträt des Grafen Heinrich von Einsiedel, geb. 1920, der als junger Leutnant in sowjetische Kriegsgefangenschaft gerät und 1943 zum Vizepräsidenten des NKFD gewählt wird. Eine Diskussionsrunde mit pensionierten Bundeswehroffizieren und Stellungnahmen von Wissenschaftlern runden das Bild ab.
Eine Höllenmaschine für den Führer. Der Widerstandskämpfer Georg Elser
Eine Dokumentation von Christian Berger. BRD. 1995. 29 Min.
Im Herbst 1939 versucht der Schreiner Georg Elser, Adolf Hitler zu töten und so den drohenden Krieg zu verhindern. Er weiß, dass Hitler am 8. November 1939 zum Jahrestag des Hitlerputsches von 1923 im Münchener Bürgerbräukeller sprechen wird. Elser verschafft sich Zugang zum Veranstaltungsraum und installiert dort in nächtelanger Arbeit einen Sprengkörper mit Zeitzünder. Da Hitler wenige Minuten vor der Explosion den Versammlungssaal verlässt, entgeht er dem Anschlag. Georg Elser wird noch am selben Abend in Konstanz festgenommen. Nach langen Verhören gesteht er Tage später das Attentat und seine Absicht, damit den Weg zu einem europäischen Frieden zu ebnen. Die Nationalsozialisten sehen in Elser zunächst das Werkzeug des britischen Geheimdienstes. Auch nach 1945 wird er oftmals diffamiert. Heute kann seine Alleintäterschaft nicht mehr bezweifelt werden. Georg Elser wird am 9. April 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, im KZ Dachau erschossen.

Auf leicht nachvollziehbare Weise gibt der Film Auskunft über die Lebensstationen und das Schicksal Georg Elsers. Er stützt sich dabei u.a. auf die Vernehmungsprotokolle der Gestapo, die einen Einblick in die minutiöse Vorbereitung des Attentates geben.
Einer aus Königsbronn. Der Widerstandskämpfer Georg Elser
Eine Dokumentation von Eva Witte. BRD. 1997. 30 Min.
Im Herbst 1939 versucht der Schreiner Georg Elser, Adolf Hitler zu töten und so den drohenden Krieg zu verhindern. Er weiß, dass Hitler am 8. November 1939 zum Jahrestag des Hitlerputsches von 1923 im Münchener Bürgerbräukeller sprechen wird. Elser verschafft sich Zugang zum Veranstaltungsraum und installiert dort in nächtelanger Arbeit einen Sprengkörper mit Zeitzünder. Da Hitler wenige Minuten vor der Explosion den Versammlungssaal verlässt, entgeht er dem Anschlag. Georg Elser wird noch am selben Abend in Konstanz festgenommen. Nach langen Verhören gesteht er Tage später das Attentat und seine Absicht, damit den Weg zu einem europäischen Frieden zu ebnen. Die Nationalsozialisten sehen in Elser zunächst das Werkzeug des britischen Geheimdienstes. Auch nach 1945 wird er oftmals diffamiert. Heute kann seine Alleintäterschaft nicht mehr bezweifelt werden. Georg Elser wird am 9. April 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, im KZ Dachau erschossen.

Neben der Rekonstruktion des Lebensweges Georg Elsers und seines Attentates auf Hitler versucht der Film vor allem mittels zahlreicher Interviews und Zeitzeugengespräche dem langen Weg der Anerkennung Georg Elsers in seinem Heimatort Königsbronn nachzuspüren. Nach Jahren der Diffamierung und des Verschweigens setzt erst in den achtziger und neunziger Jahren eine angemessene Ehrung des Widerstandskämpfers Georg Elser ein, der heute in seinem Heimatort mit einer Gedenkstätte gewürdigt wird.
Er wollte Hitler töten. Ein Porträt des Axel von dem Bussche
Eine Dokumentation von Jürgen Engert. BRD. 1984. 43 Min.
Axel von dem Bussche ist in die Pläne der militärischen Verschwörung gegen Hitler eingeweiht und trifft 1943 in Berlin Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Wenig später will er Hitler bei der Vorführung neuer Uniformen töten. Zwei Tage wartet von dem Bussche in der Gästebaracke des „Führerhauptquartiers Wolfschanze“, doch die Vorführung kommt nicht zustande.

Welche Gründe den 1919 geborenen Offizier damals bewogen haben, schildert von dem Bussche in dieser Dokumentation ebenso wie er damit verbundene politisch-ethische Probleme erörtert. Der Film beinhaltet darüber hinaus eine Diskussion mit Schülern des Berliner Erich-Hoepner-Gymnasiums.
Es liegt an uns, diesen Geist lebendig zu erhalten. Das Schicksal der Angehörigen der Opfer des 20. Juli 1944
Eine Dokumentation von Irmgard von zur Mühlen. BRD. 72 Min.
Hier kommen Frauen und Witwen von Widerstandskämpfern des 20. Juli 1944 zu Wort. Marion Gräfin Yorck von Wartenburg, Rosemarie Reichwein, Clarita von Trott zu Solz, Marianne Schwerin von Schwanenfeld, Hedwig Wirmer und andere berichten über ihre Mitarbeit und die Unterstützung ihrer Männer ebenso wie über die Lebensumstände vor dem Attentat des 20. Juli 1944 und die persönlichen Folgen des Umsturzversuchs für sie selbst, ihre Kinder und Verwandten. Es entsteht ein facettenreiches Bild der schweren, von Belastungen, Ängsten und Inhaftierungen geprägten Monate bis zum Kriegsende.
Fahndung nach Dr. Goerdeler
Eine Dokumentation von Michael Kloft und Jürgen Eike. BRD. 45 Min.
Carl Friedrich Goerdeler, geboren 1884, ist seit 1930 Oberbürgermeister von Leipzig. Seit 1935 kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen mit den Nationalsozialisten. Nach seinem Rücktritt aus dem Amt 1935 wird Goerdeler zum Mittelpunkt der zivilen Widerstandskreise gegen Hitler. Gemeinsam mit Ludwig Beck versucht er, die vielfältigen Motive und Ziele des zivilen und militärischen Widerstands auf die gemeinsame Tat zu lenken: einen Anschlag auf Hitler und die Beseitigung des verbrecherischen Regimes. Goerdeler, der nach einem gelungenen Staatsstreich das Amt des Reichskanzlers übernehmen soll, wird noch vor dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 von der Gestapo gesucht. Es gelingt ihm unterzutauchen. Wenige Wochen später wird er denunziert und verhaftet. Vom Volksgerichtshof am 8. September 1944 zum Tode verurteilt, wird Goerdeler am 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Der Film verfolgt Goerdelers Biographie von seiner Jugend in Westpreußen über zentrale Stationen der politischen Karriere bis zu seinem Weg in den Widerstand gegen Hitler. Dabei führt die Dokumentation immer wieder an die Originalschauplätze des Geschehens und zeichnet vor allem in Zeitzeugengesprächen Goerdelers Beteiligung an den Umsturzplänen nach.
Flat Foot Floogie. Swingkids - Jugendopposition im NS-Staat
Eine Dokumentation von Andreas Aurin u.a. (Projektgruppe von Jugendlichen). BRD. 2005. 20 Min.
Die Dokumentation beschäftigt sich mit einer der bekanntesten oppositionellen Jugendgruppen, der "Swing-Jugend", die vor allem während des Zweiten Weltkrieges in Hamburg und Berlin in Erscheinung trat. Mit "Swing Heil" - ihrem ironischen Gruß - und einer ganz eigenen Kultur hatten sich die "Swing-Kids" seit Ende der 1930er Jahre gegen die "Gleichschaltung" der Jugend durch die Nazis zur Wehr gesetzt: Amerikanische Swing-Musik und freie Jazzrhythmen gegen den Gleichschritt deutscher Marschmusik, Individualität in Kleidungsstil und Freizeitgestaltung gegen Massenkultur und die Vereinnahmung durch den Dienst in der Hitlerjugend.

Der Film beleuchtet am Beispiel des Hamburger Swingkid's Günter Discher und des Berliner "Swings" Coco Schumann die Motive, Hintergründe und Entwicklungen dieser Jugendbewegung in den 1930er und 1940er Jahren und untersucht die Reaktionen des NS-Staates gegenüber den sich dem System verweigernden Jugendgruppen.
Frauen im Widerstand 1933 - 1945
Eine Dokumentation von Gardi Deppe. BRD. 1989. 25 Min.
Der Film lässt drei Frauen zu Wort kommen, die über ihre Verfolgung im Nationalsozialismus und ihre Erfahrungen im Widerstand berichten: Ingrid Lugewiel, die aus dem Schweizer Exil versucht, Verfolgten zu helfen, Anni Wendel, die mit einem Kommunisten verheiratet ist, seine Widerstandsaktivitäten unterstützt und deshalb zu neun Jahren Gefängnis verurteilt wird, sowie Rosel Biebo, die als Jüdin "untertauchen" muss und gemeinsam mit ihrem Mann mehr als drei Jahre vor ihren Verfolgern versteckt werden kann. Auch der Widerstand im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück ist Thema dieser Dokumentation.
Frauengefängnis Barnimstraße. Zeitzeuginnen berichten über ihre Haft 1933 - 1945
Eine Dokumentation von Maria Binder, Ingrid Fliegel, Susanne Krekeler, Claudia von Gélieu. BRD. 1996. 33 Min.
Alice Michelson, Elsa Albrecht, Ruth Krenn und Margarethe Becker haben zwischen 1933 und 1945 unterschiedlich lange Haftstrafen im Berliner Frauengefängnis in der Barnimstraße verbracht. Sie erzählen vom alltäglichen Gefängnisleben während der Zeit des Nationalsozialismus. Die äußerst lebendigen Interviews werden von Ausschnitten aus dem Spielfilm "Die Verlobte" unterbrochen, die das Gefängnisdasein jener Zeit anschaulich machen. Der Film zeigt auch die Teilnahme der interviewten Frauen an der Enthüllung einer Gedenktafel zur Erinnerung an das Schicksal der in der Barnimstraße inhaftierten Frauen, unter ihnen viele Widerstandskämpferinnen. Diese Tafel ist 1996 an jener Stelle angebracht worden, an der das in den siebziger Jahren abgerissene Gefängnisgebäude gestanden hat.
Fürchtet Euch nicht. Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas unter dem Nazi-Regime
Eine Dokumentation von Stefanie Krug und Fritz Poppenberg. BRD. 1997. 92 Min.
Erst in den neunziger Jahren hat die Geschichte der Verfolgung von Zeugen Jehovas durch die Nationalsozialisten die gebührende Aufmerksamkeit erhalten. In dieser Dokumentation erzählen Angehörige dieser Religionsgemeinschaft vom sozialen Druck des nationalsozialistischen Alltags, dem sie aus religiöser Überzeugung zu widerstehen versuchten, von ihrer Haft in verschiedenen Konzentrationslagern und von ihrer Befreiung im Jahr 1945.
Geheime Reichssache
Dokumentation von Jochen Bauer mit authentischen Aufnahmen vom Schauprozess gegen die Attentäter auf Hitler. BRD. 1979. 85 Min.
Hitler selbst hat befohlen, den Schauprozess gegen die Beteiligten des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 mit versteckten Kameras aufzunehmen, der Film soll der nationalsozialistischen Propaganda dienen. Als offensichtlich wird, dass die Angeklagten durch ihr mutiges Auftreten vor dem Volksgerichtshof unter dem Vorsitz von Roland Freisler den gewünschten Effekt ins Gegenteil kehren, werden die Aufnahmen zur "Geheimen Reichssache" erklärt. Der gleichnamige Dokumentarfilm präsentiert Teile dieses Materials, ergänzt mit weiteren Film- und Fotoausschnitten zum Thema.
Geheime Reichssache (Kurzfassung)
Dokumentation von Jochen Bauer mit authentischen Aufnahmen vom Schauprozess gegen die Attentäter auf Hitler. BRD. 1979. 28 Min.
Hitler selbst hat befohlen, den Schauprozess gegen die Beteiligten des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 mit versteckten Kameras aufzunehmen, der Film soll der nationalsozialistischen Propaganda dienen. Als offensichtlich wird, dass die Angeklagten durch ihr mutiges Auftreten vor dem Volksgerichtshof unter dem Vorsitz von Roland Freisler den gewünschten Effekt ins Gegenteil kehren, werden die Aufnahmen zur "Geheimen Reichssache" erklärt. Der gleichnamige Dokumentarfilm präsentiert Teile dieses Materials, ergänzt mit weiteren Film- und Fotoausschnitten zum Thema.
General Friedrich Olbricht. Ein Mann des 20. Juli
Eine Dokumentation von Günter Marquardt. DDR. 1987. 49 Min.
Der 1888 geborene Berufssoldat Friedrich Olbricht zählt schon früh zu den entschiedenen Gegnern Hitlers. Als Chef des Allgemeinen Heeresamtes im Oberkommando des Heeres arbeitet er gemeinsam mit Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim und Claus Schenk Graf von Stauffenberg die "Walküre"-Befehle für den geplanten Umsturz aus. Nach dem Scheitern des Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 wird er noch in der Nacht im Hof des Berliner Bendlerblocks, der Zentrale der Verschwörung, erschossen.

Der Film zeichnet ein umfassendes Bild vom Leben Friedrich Olbrichts und fragt nach den Hintergründen und Motiven für seinen Kampf gegen Hitler.
Georg Elser - Einer aus Deutschland
Spielfilm von und mit Klaus Maria Brandauer. BRD/USA. 1989. 90 Min.
Im Herbst 1939 versucht der Schreiner Georg Elser, Adolf Hitler zu töten und so den drohenden Krieg zu verhindern. Er weiß, dass Hitler am 8. November 1939 zum Jahrestag des Hitlerputsches von 1923 im Münchener Bürgerbräukeller sprechen wird. Elser verschafft sich Zugang zum Veranstaltungsraum und installiert dort in nächtelanger Arbeit einen Sprengkörper mit Zeitzünder. Da Hitler wenige Minuten vor der Explosion den Versammlungssaal verlässt, entgeht er dem Anschlag. Georg Elser wird noch am selben Abend in Konstanz festgenommen. Nach langen Verhören gesteht er Tage später das Attentat und seine Absicht, damit den Weg zu einem europäischen Frieden zu ebnen. Die Nationalsozialisten sehen in Elser zunächst das Werkzeug des britischen Geheimdienstes. Auch nach 1945 wird er oftmals diffamiert. Heute kann seine Alleintäterschaft nicht mehr bezweifelt werden. Georg Elser wird am 9. April 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, im KZ Dachau erschossen.

Brandauers Regiedebüt verarbeitet historische Tatsachen und rekonstruiert das Attentat des Einzelgängers Elser.
Lexikon des Internationalen Films:
"Auf chronologische Stimmigkeit und vorschnelle Erklärungsversuche verzichtend, beschreibt der Film einen unspektakulären, weithin vergessenen Helden der Nazi-Zeit. Mit Mitteln des spannend-unterhaltsamen Erzählkinos zeichnet er nachdrücklich ein Bild des alltäglichen Faschismus, ohne die Ernsthaftigkeit des Themas und den moralischen Anspruch zu verwässern."
German Resistance to Hitler: 1 (Englische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 1: Vom Flugblatt zum Attentat")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
German Resistance to Hitler: 2 (Englische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 2: Klassenkampf und braune Hemden")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
German Resistance to Hitler: 3. (Englische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 3: Gott und die Nazis")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
German Resistance to Hitler: 4. (Englische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 4: Zivilcourage")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
German Resistance to Hitler: 5. (Englische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 5: Die Hoffnung der Demokraten")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
German Resistance to Hitler: 6. (Englische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 6: Aufstand der Offiziere")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
German Resistance to Hitler: 7. (Englische Fassung von "Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 7: Das Ende")
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Filmbeschreibung siehe deutsche Fassung.
Hitlers Generäle. Friedrich Paulus - Der Gefangene
Eine Dokumentation von Guido Knopp und Henry Köhler. BRD. 1998. 42 Min.
Generalmajor Friedrich Paulus wird im Januar 1942 zum Oberbefehlshaber der 6. Armee ernannt, die im November 1942 im Raum Stalingrad von sowjetischen Truppen eingeschlossen wird. Trotz aussichtssloser Lage befolgt Paulus über Wochen hinweg Hitlers Durchhalte- und Kampfbefehle. Als Paulus schließlich gegen den Willen Hitlers Ende Januar 1943 kapituliert, ist Stalingrad ein Trümmerfeld mit unzähligen Opfern unter der Zivilbevölkerung und den Soldaten auf beiden Seiten. Allein 150.000 deutsche Soldaten sind den Kämpfen, der Kälte oder dem Hunger zum Opfer gefallen, rund 91.000 Soldaten und Offiziere geraten in sowjetische Kriegsgefangenschaft, unter ihnen auch Paulus. Dort schließt er sich nach langem Zögern dem „Bund Deutscher Offiziere“ an, der sich im Sommer 1943 mit dem Ziel gegründet hat, das NS-Regime aus der Kriegsgefangenschaft zu bekämpfen.

Die Dokumentation verfolgt die Stationen der militärischen Karriere von Friedrich Paulus und versucht, ein Charakterbild des „zögerlichen“ und widersprüchlichen Generalfeldmarschalls zu zeichnen.
Hitlers Generäle. Wilhelm Canaris - Der Verschwörer
Eine Dokumentation von Guido Knopp und Christian Deick. BRD. 1998. 42 Min.
Der Film dokumentiert in eindringlicher Weise den Werdegang des Admirals Wilhelm Canaris, der seit 1935 Chef des Amtes Ausland/Abwehr des militärischen Nachrichtendienstes ist. Ohne sich aktiv an der Konspiration gegen das NS-Regime und an den Umsturzversuchen nach 1938 zu beteiligen, ist er über viele oppositionelle Bestrebungen informiert. Als sich sein Mitarbeiter Hans von Dohnanyi mit der Bitte an ihn wendet, einigen von der Deportation Bedrohten bei der Flucht aus Deutschland zu helfen, willigt er ein. Nachdem einige Mitarbeiter aus seinem Amt 1943 verhaftet werden, kann auch Canaris sich nicht mehr lange halten. Nach seiner Amtsenthebung Anfang 1944 hält er Kontakt zu einzelnen Verschwörern, ohne direkt an den Vorbereitungen des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 beteiligt zu sein. Nach dem Scheitern des Staatsstreichs wird Canaris verhaftet und am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg ermordet.
Hitlers Helfer. Freisler - Der Hinrichter
Eine Dokumentation von Guido Knopp, Sebastian Dehnhardt und Henry Köhler. BRD. 1998. 52 Min.
Am 24. April 1934 wird der „Volksgerichtshof“ als höchstes Ausnahmetribunal für politische Verfahren eingesetzt und verhandelt in einziger Instanz Fälle der Vorbereitung zum Hochverrat, des Landesverrats, später auch des Abhörens ausländischer Sender, der sogenannten „Heimtücke“ und der „Wehrkraftzersetzung“. Ab Mitte 1941 wirft er Angeklagten meist auch "Feindbegünstigung" vor. Besonders berüchtigt ist sein Vorsitzender Roland Freisler, der über 1 500 Todesurteile fällt. Unter den Opfern seiner Unrechtsjustiz finden sich auch viele Widerstandskämpfer des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944.

Ausschnitte aus den überlieferten NS-Filmaufnahmen der Schauprozesse gegen die Attentäter des 20. Juli vermitteln in dieser Dokumentation einen Eindruck von der gnadenlosen und unbarmherzigen Prozessführung Freislers. Zudem zeichnet der Film seinen Werdegang vom erfolgreichen Verteidiger nationalsozialistischer Parteifreunde während der Weimarer Zeit zum "Blutrichter in roter Robe" nach 1933 nach.
Illegal - Untergetaucht - Gesucht. Ludwig von Hammerstein nach dem 20. Juli 1944
Eine Dokumentation von Irmgard von zur Mühlen. BRD. 60 Min.
Der Film erzählt die Geschichte des am Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 beteiligten Oberleutnants Ludwig von Hammerstein, seine geglückte Flucht am 20. Juli und sein Leben in der Illegalität bis zum Kriegsende.
Jeder Tod war mir ein tiefer Schmerz. Harald Poelchau, Gefängnispfarrer 1933 - 1945
Eine Dokumentation von Irmgard von zur Mühlen. BRD. 2001. 60 Min.
Der Gefängnispfarrer von Plötzensee, Harald Poelchau, begleitet über 1 000 Menschen auf ihrem Weg in den Tod. Dazu gehören Angehörige der Widerstandsorganisation "Rote Kapelle", der Gruppen des 20. Juli 1944 und des "Kreisauer Kreises", dem Harald Poelchau selbst angehört. Er schmuggelt Nachrichten und letzte Briefe zu den Angehörigen der zum Tode Verurteilten, hilft aber auch außerhalb des Gefängnisses vielen illegal in Berlin lebenden Juden. Wie durch ein Wunder wird er nie verraten oder entdeckt.

Dem Film liegen Texte Poelchaus zu Grunde.
Kirchen unterm Hakenkreuz. Teil 1: Die SA Jesu Christi. Deutsche Christen gegen Bekennende Kirche 1933 - 1938
Eine Dokumentation von Klaus Figge. BRD. 1988. 30 Min.
Die Nationalsozialisten erheben auch gegenüber den christlichen Kirchen ihren weltanschaulichen Führungsanspruch. Einige Gruppen innerhalb der protestantischen Kirche begrüßen zunächst Hitlers Regierungsübernahme. Bereits zum Ende der Weimarer Zeit breitet sich eine innerkirchliche Strömung aus, die die NS-Ideologie mit dem Evangelium in Einklang zu bringen sucht. Die "Deutschen Christen" wollen ihre Machtposition in den Landeskirchen ausbauen und bieten sich der NSDAP als Instrument kirchlicher Gleichschaltung an. Die Gegner der "Deutschen Christen" schließen sich 1933 zum "Pfarrernotbund" und 1934 zur "Bekennenden Kirche" zusammen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, den Führungsanspruch der Nationalsozialisten gegenüber der evangelischen Kirche und den "Arierparagraphen" in der Kirche abzuweisen. Grundlegende Bekenntniserklärungen richten sich gegen Übergriffe des "totalen Staates" auf die Kirche. Vor allem nach 1939 beteiligen sich einzelne Pfarrer und Christen auch an Hilfsaktionen für Verfolgte und protestieren gegen Verbrechen hinter der Front und gegen die Deportation von Juden.

Die zweiteilige Dokumentation zeigt – unterstützt durch zahlreiche Zeitzeugeninterviews – exemplarisch an ausgewählten Biographien den Kampf gegen den Nationalsozialismus aus christlichem Glauben. Teil 1 dokumentiert die Jahre 1933 bis 1938 zwischen Anpassung und Widerständigkeit, Teil 2 vertieft besonders den Aspekt der christlichen Hilfen für Verfolgte während des Zweiten Weltkrieges.
Kirchen unterm Hakenkreuz. Teil 2: Evangelische Kirche zwischen 1938 - 1945. Widerstand und Ergebung
Eine Dokumentation von Klaus Figge. BRD. 1988. 30 Min.
Die Nationalsozialisten erheben auch gegenüber den christlichen Kirchen ihren weltanschaulichen Führungsanspruch. Einige Gruppen innerhalb der protestantischen Kirche begrüßen zunächst Hitlers Regierungsübernahme. Bereits zum Ende der Weimarer Zeit breitet sich eine innerkirchliche Strömung aus, die die NS-Ideologie mit dem Evangelium in Einklang zu bringen sucht. Die "Deutschen Christen" wollen ihre Machtposition in den Landeskirchen ausbauen und bieten sich der NSDAP als Instrument kirchlicher Gleichschaltung an. Die Gegner der "Deutschen Christen" schließen sich 1933 zum "Pfarrernotbund" und 1934 zur "Bekennenden Kirche" zusammen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, den Führungsanspruch der Nationalsozialisten gegenüber der evangelischen Kirche und den "Arierparagraphen" in der Kirche abzuweisen. Grundlegende Bekenntniserklärungen richten sich gegen Übergriffe des "totalen Staates" auf die Kirche. Vor allem nach 1939 beteiligen sich einzelne Pfarrer und Christen auch an Hilfsaktionen für Verfolgte und protestieren gegen Verbrechen hinter der Front und gegen die Deportation von Juden.

Die zweiteilige Dokumentation zeigt – unterstützt durch zahlreiche Zeitzeugeninterviews – exemplarisch an ausgewählten Biographien den Kampf gegen den Nationalsozialismus aus christlichem Glauben. Teil 1 dokumentiert die Jahre 1933 bis 1938 zwischen Anpassung und Widerständigkeit, Teil 2 vertieft besonders den Aspekt der christlichen Hilfen für Verfolgte während des Zweiten Weltkrieges.
Kreisau - Widerstand und Neubeginn
Eine Dokumentation von Ekkehard Kuhn. BRD. 2003. 30 Min.
Nach einer Einführung in die Geschichte des Gutes Kreisau als zentralem Ort der Widerstandsaktivitäten des gleichnamigen Kreises um Helmuth James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg schildert der Film den langen und mühsamen Prozess der Erinnerung an die dortigen Ereignisse und Menschen nach 1945. Die Gründung und Arbeit der Kreisau Stiftung für Europäische Verständigung stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie eine Reise von Mitgliedern der Forschungsgemeinschaft 20. Juli, unter ihnen Freya Gräfin von Moltke, an die Orte des damaligen Geschehens.
Kurt Gerstein. Der Christ, das Gas und der Tod
Eine Dokumentation von Claus Bredenbrock und Pagonis Pagonakis. BRD. 2007. 30 Min.
Dieser Film von Claus Bredenbrock und Pagonis Pagonakis porträtiert den evangelischen Christen Kurt Gerstein, der – obwohl Mitglied der Bekennenden Kirche – 1941 der SS beitritt, mit dem erklärten Ziel, einen Blick in die Vernichtungsmaschinerie des Holocaust zu tun. Der 1945 kurz vor seinem Tod entstandene „Gerstein-Bericht“ ist eines der frühesten und wichtigsten Augenzeugendokumenten des Holocaust.

Das Adolf-Grimme-Institut urteilt: „Ein spannendes und formal überzeugendes Portrait über den SS-Offizier Kurt Gerstein, der den Nazis diente und gleichzeitig versuchte, gegen den Terror des NS-Unrechtsstaats zu kämpfen.“
Lila Winkel. Die wahre Geschichte einer deutschen Familie
Eine Dokumentation der Watchtower Bible and Tract Society (Regie: Martin Smith). USA. 1991. Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Die Zeugen Jehovas ("Ernste Bibelforscher") geraten mit dem Nationalsozialismus in schweren Konflikt, weil sie den Anbruch des ewigen Gottesreiches erwarten und in der Gegenwart nur die Endzeit der alten Welt erblicken. Sie leben in der Erwartung einer neuen Gottesherrschaft, die auch die Erde zum Paradies macht. Darum sind sie nicht willens, sich für politische Ziele einzusetzen. Sie beteiligen sich nicht an Wahlen, vermeiden bewusst den Hitlergruß und verweigern jeden Wehr- und Kriegsdienst. Sie lehnen aber auch - selbst in der Haft - jede Zusammenarbeit mit politischen Gegnern des nationalsozialistischen Staates ab. Den weltanschaulichen Führungsanspruch des Nationalsozialismus verneinen die Zeugen Jehovas unbeirrbar. Sie protestieren gegen ihre Verfolgung und stellen sich offen gegen die nationalsozialistische Herrschaft. Hunderte von ihnen werden in den dreißiger Jahren vor Gericht gestellt, schließlich Tausende in die Konzentrationslager eingewiesen. Sie ertragen alle Demütigungen ohne Widerspruch, können sich aber gegen ihre Peiniger geistig behaupten. Fast alle bleiben bis in den Tod ihrer religiösen Überzeugung treu. Nach dem deutschen Überfall auf Polen werden viele Zeugen Jehovas wegen ihrer Wehrdienstverweigerung zum Tode verurteilt. Insgesamt fallen der nationalsozialistischen Herrschaft über zweitausend Zeugen Jehovas zum Opfer.

Der Film zeigt - vor allem durch Interviews der überlebenden Töchter und Söhne - die Geschichte der Familie Kusserow aus Bad Lippspringe. Alle 13 Familienmitglieder, die bereits ab 1933 der nationalsozialistischen Repression ausgesetzt sind, kommen nach 1936 in Gefängnis- oder Konzentrationslagerhaft. Zwei Söhne der Familie finden den Tod, weil sie sich weigern, ihren Glauben abzulegen.
Man nannte sie Verräter. Nationalkomitee Freies Deutschland und Bund Deutscher Offiziere, 1943 - 1945
Eine Dokumentation von Bengt von zur Mühlen. BRD. 1989. 60 Min.
Im Sommer 1943 wird auf Anregung der sowjetischen Führung im Kriegsgefangenenlager Krasnogorsk bei Moskau das Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) gegründet. Es soll zum Sturz des NS-Regimes aufrufen und wird zum Mittel sowjetischer Politik, aber auch der Beeinflussung von Kriegsgefangenen. Zu seinen Mitgliedern gehören neben führenden Vertretern der deutschen kommunistischen Emigranten in Moskau Kriegsgefangene aus mehreren Mannschafts- und Offizierslagern. Im Herbst 1943 erklären auch einige der gefangenen Generale, das NS-Regime aus der Gefangenschaft zu bekämpfen, und schließen sich im Bund Deutscher Offiziere (BDO) zusammen.

Auf der Basis zahlreicher Interviews mit Zeitzeugen und Wissenschaftlern dokumentiert der Film nicht nur den Kampf gegen den Nationalsozialismus aus der Kriegsgefangenschaft, sondern vermittelt ebenso einen Einblick in die Auseinandersetzungen und aktuellen Diskussionen um NKFD und BDO.
Mein Kampf. Aufstieg und Untergang des "Tausendjährigen Reichs"
Eine Dokumentation von Erwin Leiser. S. 1960. 113 Min.
Erwin Leisers Dokumentation über die Zeit des Nationalsozialismus zählt zu den bekanntesten und bedeutendsten Werken des Genres. Leiser hat hierfür mehr als 200 000 Meter Filmmaterial aus französischen, sowjetischen, amerikanischen, englischen, polnischen und österreichischen Archiven gesichtet. Das wichtigste Material seiner Dokumentation entstammt den Sammlungen des Reichspropagandaministeriums in Potsdam-Babelsberg nahe Berlin. Die Filmbewertungsstelle deutscher Länder hat dem Film "Mein Kampf" das Prädikat "besonders wertvoll" verliehen.

"Aus 200.000 Filmmetern internationaler Archive, vielen Tonbändern und über 600 Fotos hat Leiser mit virtuoser filmtechnischer Beherrschung einen Film hergestellt, der unter dem provokatorisch aufzufassenden Titel nicht nur Hitler und seinen Unmenschlichkeitsstaat, sondern auch die Ursachen der Hitlerschen für Europa so folgenschweren Machtergreifung aufzeigen will." (film-dienst)
Mut ohne Befehl. Widerstand und Verfolgung in Stuttgart 1933 - 1945
Eine Dokumentation von Katrin Seybold. BRD. 1994. 59 Min.
Am Beispiel Stuttgart thematisiert der Film "Mut ohne Befehl" regionale Widerstandsaktivitäten, die nur selten über die örtlichen Grenzen hinaus zur Kenntnis genommen werden. So werden bekannte und unbekannte Menschen und Gruppen unterschiedlicher Herkunft und politischer sowie weltanschaulicher Richtungen aus dem Stuttgarter Raum vorgestellt, die gewusst haben, dass das NS-Regime in der Katastrophe enden würde. Mit Mut und großer Opferbereitschaft haben sie sich der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entgegengestellt.
Nackt unter Wölfen
Ein Spielfilm von Frank Beyer mit Erwin Geschonnek, Armin Müller-Stahl und Fred Delmare. DDR. 1963. 120 Min.
Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Bruno Apitz beruht auf wahren Ereignissen und ist ein eindrucksvolles Dokument des Widerstandes von Häftlingen im Konzentrationslager Buchenwald:

Der 1941 in Krakau geborene Stefan Jerzy Zweig muss gemeinsam mit seinem Vater noch im selben Jahr im Ghetto dieser Stadt leben. 1942 werden beide in das KZ Krakau-Plaszow, im August 1944 als "polit. Pole - Jude" in das KZ Buchenwald verschleppt. Der Vater versteckt seinen Sohn auf dem Transport in einem Rucksack. Eine Gruppe von Häfltingen versucht, den Jungen, den sie "Juschu" nennen, im Lager Buchenwald den Augen der SS-Männer weitgehend zu entziehen und ihn vor der drohenden Deportation in ein Vernichtungslager zu retten. Als die SS ihn entdeckt und nach Auschwitz deportieren will, kann er mit hohem Fieber im Krankenblock untergebracht werden. Stefan Jerzy Zweig, der so in Buchenwald bleibt, wird gemeinsam mit seinen Mithäftlingen am 11. April 1945 befreit.
Nein! Zeugen des Widerstandes in München 1933 - 1945
Eine Dokumentation von Katrin Seybold. BRD. 1998. 54 Min.
Oft wird beklagt, dass Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer, die den Verbrechen des Nationalsozialismus entgegengetreten sind, der Nachwelt nicht genügend bekannt geworden sind. Von ihnen handelt dieser Film. Kommunisten, Sozialdemokraten, Katholiken und einfache Bürger werden von Zeitzeugen beschrieben, ihre Taten, ihre Motive und ihr Schicksal durch diese Schilderungen aus der Anonymität geholt. Neben den vielen bisher Unbekannten wird der Film abgerundet durch die Darstellung bekannter Persönlichkeiten des Widerstandes wie des Jesuitenpaters Rupert Mayer, des Hitler-Attentäters Georg Elser und der Münchener Mitglieder der "Weißen Rose".
Netzwerk. Adam von Trott zu Solz und der 20. Juli 1944
Ein dokumentarisches Szenarium von Henric L. Wuermeling. BRD. 1994. 90 Min.
Adam von Trott zu Solz hat die Widerstandskreise des 20. Juli 1944 von der konservativen Mitte bis weit hinein in die linken Gruppierungen miteinander verbunden, um ein starkes Netz für eine Massenbasis zu knüpfen.

Verschiedenste Zeitzeugen aus dem In- und Ausland berichten über diese faszinierende Persönlichkeit und die Schwierigkeiten seiner Mission, dem deutschen Widerstand im Ausland Verbündete zu suchen.
Nicht alle waren Mörder
Spielfilm von Jo Baier. BRD. 2006. 95 Min.
Die Handlung des Spielfilms beruht auf den Lebenserinnerungen des Schauspielers Michael Degen, der als Jude verfolgt die NS-Zeit im Versteck in Berlin überlebt hat. Der Film erzählt von der Kindheit im "Dritten Reich", von der Flucht mit der Mutter in den Untergrund und von den Helfern, die sie verstecken und versorgen. Somit erinnert der Spielfilm auch an die sogenannten „Stillen Helden“, d.h. Menschen, die NS-Verfolgte bei sich aufgenommen haben.
Nicht Lob noch Furcht. Clemens August Graf von Galen. Ein Filmporträt in sechs Kapiteln
Eine Dokumentation von Markus Schröder. BRD. 2005. 30 Min.
„Nec laudibus, nec timore“ - weder durch Lob noch durch Furcht werde er sich von seinem Weg abbringen lassen, lautete der Wahlspruch von Clemens August Graf von Galen, als er 1933 zum Bischof von Münster geweiht wurde. Heute zählt er zu den bekanntesten westfälischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Zahllose Straßen, Plätze und Schulen tragen überall in Westfalen seinen Namen.

Das Filmporträt von Markus Schröder zeichnet auf der Basis zum Teil bislang unveröffentlichten historischen Filmmaterials sowie zahlreicher Fotos und Zitate ein facettenreiches Porträt des adligen Kirchenmannes, der im Jahr von Hitlers Machtübernahme Bischof von Münster wurde und 1946, weniger als zwölf Monate nach dem Ende des "Dritten Reiches", überraschend starb. Nach einem einleitenden Blick auf seine Kindheit und Jugend im Oldenburger Münsterland und seine Zeit als Großstadtpfarrer in Berlin schildert der Film eingehend von Galens Wirken als Bischof und seine Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus und dessen "Euthanasie". Neben seinem mutigen Eintreten für die Rechte der Kirche, für Rechtsstaatlichkeit und die Unantastbarkeit der Würde des Menschen rückt der Film auch jene Aspekte seiner Biographie in den Blick, die heute kritisch betrachtet werden, insbesondere seine Haltung zur Demokratie und zum Zweiten Weltkrieg.
Nur wer sich aufgibt, ist verloren. Ein Videoportrait über den Antifaschisten Alfred Hausser
Eine Dokumentation von Katrin Brüggemann und Jürgen Weber. BRD. 1996. 45 Min.
Der Stuttgarter Arbeiter und Kommunist Alfred Hausser, geboren 1912, wird 1936 wegen "Hochverrats" zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er muss viele Jahre in verschiedenen Gefängnissen in Einzelhaft verbringen. Nach 1945 engagiert er sich für die Entschädigung der Opfer des NS-Regimes und in der politischen Bildungsarbeit.

Der Film zeigt seinen Weg durch die NS-Zeit und seine vielfältigen Aktivitäten in der Nachkriegszeit. Dabei begleitet ihn die Kamera auch auf einer seiner antifaschistischen Stadtrundfahrten durch Stuttgart.
Schindlers Liste
Ein Spielfilm von Steven Spielberg mit Liam Neeson, Ben Kingsley, Caroline Goodall u.a. USA. 1993. 187 Min.
Die authentische Geschichte des Fabrikanten Oskar Schindler, der das Leben von mehr als 1.100 Juden während der NS-Zeit vor dem Massenmord rettet, indem er sie in seiner Fabrik beschäftigt. Schindler kann den Krieg überleben und stirbt 1974 verarmt in Deutschland.

"In zurückhaltendem Schwarzweiß und vorwiegend an Originalschauplätzen gedreht, überzeugt der Film vor allem in der Darstellung von Personen und Details, die sich zu einem bewegenden Zeugnis aktiver Menschlichkeit in einer unmenschlichen Umgebung entwickeln. Nicht ohne stilistische Mängel und stilistische Zugeständnisse an Hollywood, doch insgesamt auf hohem Niveau und großer Eindringlichkeit." (Lexikon des Internationalen Films)
Schule unterm Hakenkreuz. Zeitgenössische Filmaufnahmen aus der Martin-Luther-Schule in Plettenberg
Eine Dokumentation des LWL-Medienzentrums für Westfalen. BRD. 2007
Der Fotograf und Amateurfilmer Ludwig Müller (1900-1972) hielt in den 1930er Jahren das Schulleben in der westfälischen Kleinstadt Plettenberg filmisch fest. Seit 1934 besuchte Müllers Tochter die örtliche Schule, was ihm vermutlich den Anstoß gab, über mehrere Jahre hinweg das Schulleben mit der Kamera zu begleiten. Die letzten Aufnahmen entstanden wahrscheinlich 1940. Anschließend hat er die Filme selbst geschnitten und den Stummfilm mit kommentierenden Texttafeln zwischen einzelnen Szenen versehen. Entstanden ist auf diese Weise ein faszinierender Einblick in den "normalen" Schulalltag während der NS-Zeit. Zu sehen sind Aufnahmen aus dem Unterricht, Szenen auf dem Schulhof, Bilder von Sportübungen und von einer Ausflugsfahrt im Heimatkundeunterricht. Dabei wird die Vermittlung der nationalsozialistischen Erziehungsideale ebenso deutlich wie die zunehmende Vorbereitung auf den Krieg: Rohstoffsammlungen, militärischer Drill und Alarmübungen mit der Gasmaske. Der Hitlergruß war genauso selbstverständlich wie der Besuch einer "braunen Schwester" der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt. Zu sehen sind auch Bilder vom Unterricht in Rassenlehre und von der unterschiedlichen Erziehung der Mädchen und Jungen: Während die einen im Unterrichtsfach Hauswirtschaftslehre auf ihre Rolle als Frau und Mutter in der "Volksgemeinschaft" vorbereitet wurden, sollten die Jungen spielerisch durch Basteln Grundlagen der Militärtechnik erlernen.

Für den pädagogischen Einsatz wurde das Material 2007 neu geschnitten und mit einer erläuternden Tonspur versehen, die die dokumentarischen Aufnahmen in den Kontext der NS-Zeit stellt.
Sophie Scholl - Die letzten Tage
Ein Spielfilm von Marc Rothemund. BRD. 2004. 116 Min.
Mit "Sophie Scholl - Die letzten Tage" setzt Regisseur Marc Rothemund der berühmten Widerstandskämpferin ein beeindruckendes filmisches Denkmal. Im Gegensatz zu Michael Verhoevens bekanntem Porträt der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ von 1982 konzentriert sich der Film ganz auf die minutiöse Nachzeichnung der Ereignisse in den fünf Tagen von Scholls Verhaftung bis zu ihrer Hinrichtung am 22. Februar 1943. Grundlage für das Drehbuch waren die originalen Vernehmungsprotokolle der Gestapo, die in Archiven der DDR und der Sowjetunion verwahrt und erst nach der Wiedervereinigung zugänglich wurden. Entstanden ist ein sehr verdichtetes Porträt der jungen Münchener Studentin Sophie Scholl, das gerade wegen seiner Reduzierung auf die Verhörsituationen und die Verhandlung vor dem "Volksgerichtshof" überzeugt.
Standhaft trotz Verfolgung. Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime
Eine Dokumentation der Watchtower Bible and Tract Society. USA. 1996. 78 Min.
Die Zeugen Jehovas ("Ernste Bibelforscher") geraten mit dem Nationalsozialismus in schweren Konflikt, weil sie den Anbruch des ewigen Gottesreiches erwarten und in der Gegenwart nur die Endzeit der alten Welt erblicken. Sie leben in der Erwartung einer neuen Gottesherrschaft, die auch die Erde zum Paradies macht. Darum sind sie nicht willens, sich für politische Ziele einzusetzen. Sie beteiligen sich nicht an Wahlen, vermeiden bewusst den Hitlergruß und verweigern jeden Wehr- und Kriegsdienst. Sie lehnen aber auch - selbst in der Haft - jede Zusammenarbeit mit politischen Gegnern des nationalsozialistischen Staates ab. Den weltanschaulichen Führungsanspruch des Nationalsozialismus verneinen die Zeugen Jehovas unbeirrbar. Sie protestieren gegen ihre Verfolgung und stellen sich offen gegen die nationalsozialistische Herrschaft. Hunderte von ihnen werden in den dreißiger Jahren vor Gericht gestellt, schließlich Tausende in die Konzentrationslager eingewiesen. Sie ertragen alle Demütigungen ohne Widerspruch, können sich aber gegen ihre Peiniger geistig behaupten. Fast alle bleiben bis in den Tod ihrer religiösen Überzeugung treu. Nach dem deutschen Überfall auf Polen werden viele Zeugen Jehovas wegen ihrer Wehrdienstverweigerung zum Tode verurteilt. Insgesamt fallen der nationalsozialistischen Herrschaft über zweitausend Zeugen Jehovas zum Opfer.

Der Film bietet einen guten Überblick über Verfolgung, Lagerhaft und Mord an den konsequenten Hitlergegnern der Zeugen Jehovas. Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft und die Standfestigkeit im Glauben dieser Menschen werden durch Historiker und Berichte von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen überzeugend dargelegt.
Stauffenberg
Ein Spielfilm von Jo Baier. BRD. 2004. 92 Min.
Der mit zahlreichen bekannten Schauspielern - u.a. Sebastian Koch als Oberst Stauffenberg und Ulrich Tukur in der Rolle des Henning von Tresckow - besetzte Spielfilm, erzählt vor allem von den Ereignissen am Tag des Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944. Im Mittelpunkt stehen die dramatischen Stunden von der Ankunft Stauffenbergs in Hitlers ostpreußischem "Führerhauptquartier Wolfschanze“ bis zum Scheitern der Verschwörung in der Nacht zum 21. Juli 1944 in Berlin, als Stauffenberg und weitere Mitverschwörer im Hof des Bendlerblocks erschossen werden.
Stauffenberg - Ein deutscher Patriot. Das Vermächtnis
Eine Dokumentation von Irmgard von zur Mühlen. BRD. 43 Min.
Neben der Person Claus Schenk Graf von Stauffenbergs stellt dieser Film das Attentat auf Hitler und den Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 sowie die Reaktionen des nationalsozialistischen Terrorapparates in den Mittelpunkt. Unmittelbar Betroffene und Beteiligte berichten aus persönlicher Sicht über die Ereignisse des 20. Juli 1944 und deren Folgen, die Ausführungen der Zeitzeugen werden durch Wochenschauberichte ergänzt. Zentral behandelt die Dokumentation allerdings die Rezeptionsgeschichte des 20. Juli im Nachkriegsdeutschland. Ausführlich wird dabei von Zeitzeugen und Wissenschaftlern die unterschiedliche Bewertung des Widerstands gegen den Nationalsozialismus in der Bundesrepublik Deutschland und in der ehemaligen DDR vorgestellt und diskutiert.
Stauffenberg. 13 Bilder über einen Täter
Eine Dokumentation von Hans Bentzien und Erich Thiede. DDR. 1989. 65 Min.
Der Film schildert die persönliche Entwicklung des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg zum entschiedenen Gegner des Nationalsozialismus. Auf der Suche nach den Motiven seines Handelns werden weltanschauliche Wurzeln ebenso beleuchtet wie die familiären Bindungen und die beruflichen Beziehungen des begabten Offiziers, der schon früh zum Kreis des militärischen Widerstandes stößt. So entsteht nicht zuletzt durch Interviews mit Zeitzeugen, mit seiner Witwe Nina Gräfin von Stauffenberg und seinem Sohn Berthold ein differenziertes Bild des Offiziers und Hitlergegners.
Stärker als die Angst. Frauen im Widerstand gegen Hitler
Eine Dokumentation von Constanze Hegetusch Weißenbacher. BRD. 1992. 59 Min.
Elf Frauen aus Deutschland und Österreich beschreiben aus der Distanz eines halben Jahrhunderts ihre Wege in den Widerstand gegen das NS-Regime im Kriegsalltag. Grete Borgmann zum Beispiel hat nicht tatenlos zugesehen, als Juden deportiert werden - sie stellt ihre Mansarde als Versteck für Verfolgte zur Verfügung. Eine 16-jährige Frau schmuggelt Medikamente und Lebensmittel in das KZ Dachau. Zwei steirische Bäuerinnen unterstützen Partisanen, eine Berlinerin verbirgt über mehrere Jahre Juden in einem Berliner Altersheim. Auch zwei Kommunistinnen werden vorgestellt, die Flugblattaktionen durchgeführt haben und diesen Widerstand nach ihrer Verhaftung im KZ Ravensbrück beinahe mit dem Leben bezahlen müssen.
The Restless Conscience. Resistance to Hitler Within Germany 1933 - 1945.
Eine Dokumentation von Hava Kohar Beller. Englische Originalfassung. USA. 1991. 108 Min.
Der Film verfolgt mit einer Verknüpfung von authentischem Wochenschaumaterial und Zeitzeugengesprächen die Entwicklungslinien des militärischen und zivilen Widerstandes von seinen Anfängen bis zum Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944. Im Zentrum stehen die Widerstandsaktivitäten des Kreisauer Kreises und der Umsturzversuch vom 20. Juli. Dabei werden einzelne Widerstandskämpfer und ihre Pläne, durch ein erfolgreiches Attentat auf Hitler das NS-Regime zu beseitigen, näher vorgestellt.
Unter Jehovas Schutz. Zwei Freundinnen berichten darüber, wie sie mit Hilfe ihres Glaubens das Konzentrationslager Ravensbrück überlebten
Eine Dokumentation von Fritz Poppenberg. BRD. 1988. 28 Min.
Elfriede Löhr und Ilse Unterdörfer unternehmen in diesem Film eine Reise in die Vergangenheit. Die Eisenbahnfahrt führt sie über Berlin nach Ravensbrück. Dort haben sie zu den ersten Frauen gehört, die das Frauen-Konzentrationslager aufbauen müssen. Später zählen sie zu den hunderten von Zeuginnen Jehovas, die die Mitarbeit bei der Militärgüterproduktion verweigern. Tagelang müssen sie in eisiger Kälte hinter dem Zellenbau ausharren und werden schließlich 40 Tage und Nächte in Dunkelhaft eingesperrt. Ihr Glaube und das Wissen, "auf der richtigen Seite zu stehen", verleihen ihnen die Kraft, die Torturen zu überleben.
Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus und in der DDR
Eine Dokumentation von Günter Hoffmann und Loretta Walz. BRD. 2001. Teil 1: 33 Min. Teil 2: 37 Min.
Teil 1: Wir hatten uns nichts vorzuwerfen ...
Die Zeugen Jehovas ("Ernste Bibelforscher") geraten mit dem Nationalsozialismus in schweren Konflikt, weil sie den Anbruch des ewigen Gottesreiches erwarten und in der Gegenwart nur die Endzeit der alten Welt erblicken. Sie leben in der Erwartung einer neuen Gottesherrschaft, die auch die Erde zum Paradies macht. Darum sind sie nicht willens, sich für politische Ziele einzusetzen. Sie beteiligen sich nicht an Wahlen, vermeiden bewusst den Hitlergruß und verweigern jeden Wehr- und Kriegsdienst. Sie lehnen aber auch - selbst in der Haft - jede Zusammenarbeit mit politischen Gegnern des nationalsozialistischen Staates ab. Den weltanschaulichen Führungsanspruch des Nationalsozialismus verneinen die Zeugen Jehovas unbeirrbar. Sie protestieren gegen ihre Verfolgung und stellen sich offen gegen die nationalsozialistische Herrschaft. Hunderte von ihnen werden in den dreißiger Jahren vor Gericht gestellt, schließlich Tausende in die Konzentrationslager eingewiesen. Sie ertragen alle Demütigungen ohne Widerspruch, können sich aber gegen ihre Peiniger geistig behaupten. Fast alle bleiben bis in den Tod ihrer religiösen Überzeugung treu. Nach dem deutschen Überfall auf Polen werden viele Zeugen Jehovas wegen ihrer Wehrdienstverweigerung zum Tode verurteilt. Insgesamt fallen der nationalsozialistischen Herrschaft über zweitausend Zeugen Jehovas zum Opfer. In Interviews erzählen Überlebende von ihrer Verfolgung und Haft und von ihren Überlebensstrategien.

Teil 2: Bei uns werdet Ihr nichts zu lachen haben ...
Der zweite Teil dieser Dokumentation behandelt die Verfolgung der Zeugen Jehovas in der DDR. Im Mittelpunkt steht die landesweite Verhaftungsaktion gegen 500 führende Zeugen Jehovas im Jahr 1950 und die sich anschließenden Schauprozesse wegen "Kriegshetze" oder "Spionage". Unter den Verhafteten finden sich viele, die schon von den Nationalsozialisten in Zuchthäusern und Konzentrationslagern inhaftiert gewesen sind und nun erneut zu mehreren Jahren oder zu lebenslänglicher Haft verurteilt werden. In Interviews erzählen einige von ihnen von der alltäglichen Unterdrückung, von ihren Hafterfahrungen oder von ihren erfolgreichen Fluchtversuchen in den Westen.
Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus und in der DDR. Teil 1: Wir hatten uns nichts vorzuwerfen ...
Eine Dokumentation von Günter Hoffmann und Loretta Walz. BRD. 2001. 33 Min.
Die Zeugen Jehovas ("Ernste Bibelforscher") geraten mit dem Nationalsozialismus in schweren Konflikt, weil sie den Anbruch des ewigen Gottesreiches erwarten und in der Gegenwart nur die Endzeit der alten Welt erblicken. Sie leben in der Erwartung einer neuen Gottesherrschaft, die auch die Erde zum Paradies macht. Darum sind sie nicht willens, sich für politische Ziele einzusetzen. Sie beteiligen sich nicht an Wahlen, vermeiden bewusst den Hitlergruß und verweigern jeden Wehr- und Kriegsdienst. Sie lehnen aber auch - selbst in der Haft - jede Zusammenarbeit mit politischen Gegnern des nationalsozialistischen Staates ab. Den weltanschaulichen Führungsanspruch des Nationalsozialismus verneinen die Zeugen Jehovas unbeirrbar. Sie protestieren gegen ihre Verfolgung und stellen sich offen gegen die nationalsozialistische Herrschaft. Hunderte von ihnen werden in den dreißiger Jahren vor Gericht gestellt, schließlich Tausende in die Konzentrationslager eingewiesen. Sie ertragen alle Demütigungen ohne Widerspruch, können sich aber gegen ihre Peiniger geistig behaupten. Fast alle bleiben bis in den Tod ihrer religiösen Überzeugung treu. Nach dem deutschen Überfall auf Polen werden viele Zeugen Jehovas wegen ihrer Wehrdienstverweigerung zum Tode verurteilt. Insgesamt fallen der nationalsozialistischen Herrschaft über zweitausend Zeugen Jehovas zum Opfer.

In Interviews erzählen Überlebende von ihrer Verfolgung und Haft und von ihren Überlebensstrategien.
Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus und in der DDR. Teil 2: Bei uns werdet Ihr nichts zu lachen haben ...
Eine Dokumentation von Günter Hoffmann und Loretta Walz. BRD. 2001. 37 Min.
Der zweite Teil dieser Dokumentation behandelt die Verfolgung der Zeugen Jehovas in der DDR. Im Mittelpunkt steht die landesweite Verhaftungsaktion gegen 500 führende Zeugen Jehovas im Jahr 1950 und die sich anschließenden Schauprozesse wegen "Kriegshetze" oder "Spionage". Unter den Verhafteten finden sich viele, die schon von den Nationalsozialisten in Zuchthäusern und Konzentrationslagern inhaftiert gewesen sind und nun erneut zu mehreren Jahren oder zu lebenslänglicher Haft verurteilt werden. In Interviews erzählen einige von ihnen von der alltäglichen Unterdrückung, von ihren Hafterfahrungen oder von ihren erfolgreichen Fluchtversuchen in den Westen.
Verräter oder Patrioten? Zur Ausstellung "Für Deutschland. Gegen Hitler. Die weltweite Bewegung Freies Deutschland"
Eine Dokumentation von Gerhard Zadek. BRD. 1998. 38 Min.
Im Sommer 1943 wird auf Anregung der sowjetischen Führung im Kriegsgefangenenlager Krasnogorsk bei Moskau das Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) gegründet. Es soll zum Sturz des NS-Regimes aufrufen und wird zum Mittel sowjetischer Politik, aber auch der Beeinflussung von Kriegsgefangenen. Zu seinen Mitgliedern gehören neben führenden Vertretern der deutschen kommunistischen Emigranten in Moskau Kriegsgefangene aus mehreren Mannschafts- und Offizierslagern. Im Herbst 1943 erklären auch einige der gefangenen Generale, das NS-Regime aus der Gefangenschaft zu bekämpfen, und schließen sich im Bund Deutscher Offiziere (BDO) zusammen. Darüber hinaus engagieren sich in vielen Ländern Europas während des Krieges Deutsche im NKFD gegen den Nationalsozialismus.

Die Ausstellung "Für Deutschland. Gegen Hitler. Die weltweite Bewegung Freies Deutschland" ist von ehemaligen Angehörigen des "Nationalkomitees Freies Deutschland" erarbeitet und 1998/1999 in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zu sehen gewesen. Im Film führen Mitglieder des Verbandes DRAFD (Deutsche in der Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung 'Freies Deutschland' e.V.) durch ihre Ausstellung und schildern ihre Erlebnisse im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland aus dem Exil und aus der Kriegsgefangenschaft.
Vom Untertan zum Attentäter. Claus Schenk Graf von Stauffenberg und der 20. Juli 1944
Eine Dokumentation von Franz Deubzer. BRD. 1994. 15 Min.
Anlässlich der Herausgabe einer Sondermarke zum 50. Jahrestag des 20. Juli 1944 schildert der Film die persönliche Entwicklung des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg zum entschiedenen Gegner des Nationalsozialismus. Auf der Suche nach den Motiven seines Handelns werden weltanschauliche Wurzeln ebenso beleuchtet wie die familiären Bindungen und die beruflichen Beziehungen des begabten Offiziers. Dabei veranschaulicht der Film auch die Widersprüche und Brüche von Stauffenbergs Lebensweg, der erst spät, dafür umso entschlossener zur Gegnerschaft und schließlich zum Attentat auf Hitler führt.
Vor vierzig Jahren. Deutsche Wochenschau vom 26.7.1944 (Nr. 725)
Dokumentation. BRD. 1984. 30 Min.
Teile der Wochenschau befassen sich mit dem missglückten Attentat auf Hitler und dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944. Im Anschluss folgt ein Gespräch mit Alexander Stahlberg, damals persönlicher Adjutant des Generalfeldmarschalls Erich von Manstein und Familienangehöriger von Henning von Tresckow und Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Er berichtet über seine Erinnerungen an das Attentat und die am Umsturzversuch Beteiligten.
Vor vierzig Jahren. Deutsche Wochenschau vom 3.8.1944 (Nr. 726)
Dokumentation. BRD. 1984. 25 Min.
Teile der Wochenschau befassen sich mit dem gescheitertetn Umsturzversuch vom 20. Juli 1944. Die Wochenschau wird im Anschluss daran kommentiert von Ludwig von Hammerstein, einem Mitverschwörer des 20. Juli, der nach seiner Flucht vor den nationalsozialistischen Verfolgern in der Illegalität das Kriegsende überleben kann.
Warum habt Ihr Hitler widerstanden? Teil 1: Das andere Deutschland
Eine Dokumentation von Guido Knopp und Ralf Piechowiak. BRD. 1984. 46 Min.
Diese Dokumentation beschreibt vor allem die weniger spektakulären Formen von Opposition, Resistenz und Dissidenz im nationalsozialistischen Alltag wie sie sich zum Beispiel im Ungehorsam gegen die totale Vereinnahmung durch das NS-Regime, in der Hilfsbereitschaft für Verfolgte, im offenen Bekenntnis, aber auch in Sabotageakten geäußert haben. Der Film zeigt an exemplarischen Menschen oder Gruppen Motive und Formen des Alltagswiderstands gegen den Nationalsozialismus auf.
Warum habt Ihr Hitler widerstanden? Teil 2: Das andere Deutschland im Exil
Eine Dokumentation von Achim Gerloff. BRD. 1984. 49 Min.
Seit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft ist das Leben vieler Menschen bedroht, die den Nationalsozialismus aus politischen Gründen oder aus persönlicher Leidenserfahrung ablehnen. Über eine halbe Million Deutsche fliehen seit 1933 vor den Nationalsozialisten ins Ausland, unter ihnen befinden sich 350.000 Juden. Einzelne setzen den Kampf gegen den Nationalsozialismus von außen fort. Sie kommen aus unterschiedlichen politischen, kulturellen und kirchlichen Gruppierungen. Viele der Flüchtlinge schließen sich in der Emigration zu Organisationen zusammen, deren Ziel es ist, die Weltöffentlichkeit über die Verhältnisse in Deutschland aufzuklären und die Verbindungen zum Widerstand im Reich aufrechtzuerhalten.

Der Film vermittelt einen umfassenden Eindruck über das Leben der Emigranten und ihre Möglichkeiten und Formen des Kampfes gegen Hitler aus dem Exil.
Widerstand - Der Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 1-4
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. Gesamt: 120 Min.
Diese vier Filme behandeln den Widerstand gegen den Nationalsozialismus von 1933 bis zu den Prozessen vor dem "Volksgerichtshof" nach dem 20. Juli 1944, die Situation der Arbeiterschaft ab 1933 und ihren Widerstand, die Situation der Kirchen und das Widerstehen aus christlichem Glauben sowie den Alltagswiderstand im "Dritten Reich" am Beispiel der Hilfen für Verfolgte, den Widerstand der Weißen Rose und der Roten Kapelle.

Dabei wechselt der Film in seiner Schilderung der historischen Ereignisse geschickt und anschaulich zwischen dokumentarischen Originalaufnahmen, kommentierenden Passagen und Interviews mit Zeitzeugen des deutschen Widerstandes.
Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 1 - 7
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. Gesamt: 210 Min.
Die siebenteilige Filmreihe behandelt den Widerstand von 1933 bis zu den Prozessen vor dem Volksgerichtshof nach dem 20. Juli 1944, die Situation der Arbeiterschaft ab 1933 und ihren Widerstand, die Situation der Kirchen und das Widerstehen aus christlichem Glauben, den Alltagswiderstand im Dritten Reich am Beispiel der Hilfen für Verfolgte, den Widerstand der Weißen Rose und der Roten Kapelle. Ebenfalls unter Einbeziehung von Originalmaterial werden die Gruppen des 20. Juli 1944 und die Pläne für ein Deutschland nach dem Nationalsozialismus, der Aufstand der Offiziere am 20. Juli 1944 und schließlich die Verfolgung nach dem gescheiterten Umsturzversuch, die Prozesse vor dem Volksgerichtshof und die "Sippenhaft" gegen Angehörige der Verschwörer gegen Hitler beschrieben. Dabei wechselt der Film in seiner Schilderung der historischen Ereignisse geschickt und anschaulich zwischen dokumentarischen Originalaufnahmen, kommentierenden Passagen und Interviews mit Zeitzeugen des deutschen Widerstandes.

Detaillierte Filmbeschreibungen der einzelnen Teilthemen sind bei den jeweiligen Einzeltiteln der Filmreihe abrufbar.
Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 1: Vom Flugblatt zum Attentat
Eine Dokumentation von Michael Kloft
Der erste Film der siebenteiligen Reihe zeichnet grundlegende Entwicklungslinien des zivilen und militärischen Widerstandes von 1933 bis zu den Prozessen gegen die Verschwörer des 20. Juli 1944 vor dem Volksgerichtshof nach. Motive, Ziele und Aktionsformen der unterschiedlichen Widerstandskreise werden ebenso behandelt wie die Frage nach den Ursachen des Scheiterns ihres Kampfes gegen Hitler. Dabei wechselt der Film in seiner Schilderung der historischen Ereignisse geschickt und anschaulich zwischen dokumentarischen Originalaufnahmen, kommentierenden Passagen und Interviews mit Zeitzeugen des deutschen Widerstandes.
Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 2: Klassenkampf und braune Hemden
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Der zweite Film der siebenteiligen Reihe ist der Arbeiterschaft zwischen Anpassung, Gleichschaltung, Terror und Widerstand im Nationalsozialismus gewidmet. Der Film schildert sowohl die Unterdrückung und den Terror, dem besonders die Arbeiterbewegung unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtübernahme ausgesetzt ist, als auch die Versuche einzelner und kleiner Gruppen, die Nationalsozislisten aus der Illegalität heraus zu bekämpfen. Die Neubildung kommunistischer Widerstandsgruppen und die Widerstandsaktivitäten sozialdemokratischer und sozialistischer Gruppen nach dem Kriegsbeginn 1939 sind ebenso Thema der Dokumentation wie die Beteiligung einzelner Mitglieder dieser Gruppen am Umsturzversuch des 20. Juli 1944. Dabei wechselt der Film in seiner Schilderung der historischen Ereignisse geschickt und anschaulich zwischen dokumentarischen Originalaufnahmen, kommentierenden Passagen und Interviews mit Zeitzeugen des deutschen Widerstandes.
Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 3: Gott und die Nazis
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Der dritte Film der siebenteiligen Reihe behandelt die Rolle der Kirchen im Nationalsozialismus. Vor dem Hintergrund der institutionellen Anpassung der evangelischen und katholischen Kirche an die zeitbedingten Einflüsse und Zwänge der neuen Machthaber im Reich werden exemplarisch Selbstbehauptung und Widerstehen einzelner mutiger Christen wie des Bischofs Clemens August Graf von Galen oder der Priester der Bekennenden Kirche Dietrich Bonhoeffer und Martin Niemöller vorgestellt. Dabei wechselt der Film in seiner Schilderung der historischen Ereignisse geschickt und anschaulich zwischen dokumentarischen Originalaufnahmen, kommentierenden Passagen und Interviews mit Zeitzeugen des deutschen Widerstandes.
Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 4: Zivilcourage
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Der vierte Film der siebenteiligen Reihe befasst sich mit den Widerstandsaktivitäten der "Roten Kapelle" und der "Weißen Rose" als Beispiele des zivilen Widerstandes gegen Hitler. Dabei stehen die Motive, Ziele und Aktionsformen der Widerstandsgruppen sowie das Schicksal ihrer Mitglieder im Vordergrund. Neben dem Kampf dieser größeren Gruppen gegen das NS-Regime zeigt der Film aber auch das Beispiel einzelner Menschen, die mit Mut und Zivilcourage unter Bedrohung des eigenen Lebens verfolgte Juden versteckt und dadurch vor der Deportation und dem sicheren Tod gerettet haben. Dabei wechselt der Film in seiner Schilderung der historischen Ereignisse geschickt und anschaulich zwischen dokumentarischen Originalaufnahmen, kommentierenden Passagen und Interviews mit Zeitzeugen des deutschen Widerstandes.
Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 5 - 7
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. Gesamt: 90 Min.
Unter Einbeziehung von Originalmaterial werden in diesen Filmen die Gruppen des 20. Juli 1944 und die Pläne für ein Deutschland nach dem Nationalsozialismus, der Aufstand der Offiziere am 20. Juli 1944 und schließlich die Verfolgung nach dem gescheiterten Umsturzversuch, die Prozesse vor dem "Volksgerichtshof" und die "Sippenhaft" gegen Angehörige der Verschwörer gegen Hitler beschrieben.

Dabei wechselt der Film in seiner Schilderung der historischen Ereignisse geschickt und anschaulich zwischen dokumentarischen Originalaufnahmen, kommentierenden Passagen und Interviews mit Zeitzeugen des deutschen Widerstandes.
Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 5: Die Hoffnung der Demokraten
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Der fünfte Film der siebenteiligen Reihe stellt zwei zentrale Widerstandsgruppierungen im Nationalsozialismus vor: den Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg sowie den Goerdeler-Kreis um den ehemaligen Leipziger Oberbürgermeister Carl Friedrich Goerdeler. Während im Kreisauer Kreis auf mehreren Treffen zwischen 1940 und 1943 Grundzüge einer geistigen, politischen und sozialen Neuordnung nach dem Ende des "Dritten Reiches" entworfen und diskutiert werden, plant Carl Goerdeler in zahlreichen Denkschriften und Entwürfen die Neuordnung des politischen Lebens in Deutschland für die Zeit nach einem gelungenen Umsturzversuch und stellt sich bei den Planungen zum Sturz Hitlers als Reichskanzler zur Verfügung. Auch verschiedene Mitglieder des Kreisauer Kreises sind entschlossen, sich an der aktiven Verschwörung zu beteiligen und stehen in engem Kontakt zu den Verschwörern um Goerdeler, Ludwig Beck und Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Wegen dieser Verbindungen werden viele Kreisauer nach dem missglückten Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 verhaftet und zum Tode verurteilt, Carl Friedrich Goerdeler wird nach mehreren Monaten Haft im Februar 1945 von den Nationalsozialisten ermordet. Der Film wechselt in seiner Schilderung der historischen Ereignisse geschickt und anschaulich zwischen dokumentarischen Originalaufnahmen, kommentierenden Passagen und Interviews mit Zeitzeugen des deutschen Widerstandes.
Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 6: Aufstand der Offiziere
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Der sechste Film der siebenteiligen Reihe dokumentiert die Entwicklung der militärischen Opposition gegen den Nationalsozialismus von der Kritik zum Umsturzplan vor dem Hintergrund von Passivität und Gehorsam weiter Teile der Wehrmachtsführung angesichts der nationalsozialistischen Angriffspläne und der verbrecherischen Kriegführung Hitlers. Zentrale Persönlichkeiten des militärischen Widerstandes wie Hans Oster, Henning von Tresckow, Friedrich Olbricht, Ludwig Beck und Claus Schenk Graf von Stauffenberg werden ebenso dargestellt wie die Planung der "Operation Walküre", das Attentat auf Hitler im "Führerhauptquartier Wolfschanze" und der Ablauf des gescheiterten Umsturzversuches vom 20. Juli 1944. Dabei wechselt der Film in seiner Schilderung der historischen Ereignisse geschickt und anschaulich zwischen dokumentarischen Originalaufnahmen, kommentierenden Passagen und Interviews mit Zeitzeugen des deutschen Widerstandes.
Widerstand - Kampf gegen Hitler in Deutschland. Teil 7: Das Ende
Eine Dokumentation von Michael Kloft. BRD. 1995. 29 Min.
Der letzte Film der siebenteiligen Reihe dokumentiert die Verfolgung und den Terror gegen die Verschwörer und ihre Familien nach dem gescheiterten Umsturzversuch des 20. Juli 1944. Familienangehörige und unmittelbar am Geschehen beteiligte Mitverschwörer, die der nationalsozialistischen Rache haben entkommen können, berichten über ihre Erlebnisse aus dieser Zeit. Original-Filmdokumente von den Schauprozessen des Volksgerichtshofes unter dem Vorsitz des berüchtigten Richters Roland Freisler wechseln sich mit diesen Interviews ab. Auch die "Sippenhaft" der Frauen, Kinder und weiteren Familienangehörigen der am Umsturzversuch Beteiligten ist Thema dieser Dokumentation.
Widerstand der deutschen Arbeiterbewegung 1933 - 1945. Der Gewerkschafter Adam Wolfram
Eine Dokumentation von Franz-Josef Jelich. BRD. 1986. 30 Min.
Der 1902 geborene Sozialdemokrat und Gewerkschaftsfunktionär Adam Wolfram steht im Mittelpunkt dieser Dokumentation. Er berichtet aus der Perspektive des Zeitzeugen vom Aufstieg des Nationalsozialismus, dem Widerstand gegen die NSDAP, von der nationalsozialistischen Machtübernahme und den Folgen für Gewerkschaften und Sozialdemokratie, über die Erlebnisse als Soldat im Zweiten Weltkrieg und seinen weiteren Lebensweg im Nachkriegsdeutschland, der ihn nach engagierter Tätigkeit für den Wiederaufbau der demokratischen Arbeiterbewegung in Sachsen-Anhalt 1951 aus politischen Gründen in die Bundesrepublik führt.
Widerstand der deutschen Arbeiterbewegung 1933 - 1945. Der Sozialdemokrat Fritz Heine
Eine Dokumentation von Franz-Josef Jelich. BRD. 1986. 34 Min.
Fritz Heine, geboren 1904, wächst in Hannover als Sohn einer Arbeiterfamilie auf. Nach seiner kaufmännischen Ausbildung wird er 1925 in Berlin Angestellter des Parteivorstands der SPD und muss nach der nationalsozialistischen Machtübernahme aus Deutschland fliehen. Sein Weg führt ihn über Prag und Frankreich 1941 schließlich nach London. Im Exil setzt er seinen Kampf gegen den Nationalsozialismus in der SOPADE, dem sozialdemokratischen Parteivorstand im Exil, fort und organisiert 1940 auch für viele Flüchtlinge aus Deutschland die Ausreise aus Marseille in die USA. Nach dem Kriegsende kehrt er nach Deutschland zurück und wird 1946 Mitglied des SPD-Parteivorstands. Aus der Sicht des Zeitzeugen berichtet Fritz Heine in dieser Dokumentation von den zentralen Stationen seines Lebens und seiner politischen Tätigkeit von der Weimarer Republik bis zum Nachkriegsdeutschland.
Widerstand der deutschen Arbeiterbewegung 1933 - 1945. Karl Anders und der kommunistische Widerstand
Eine Dokumentation von Franz-Josef Jelich. BRD. 1986. 46 Min.
Im Mittelpunkt dieser Dokumentation steht der Berliner Arbeiter und Kommunist Karl Anders, geboren 1907. Er berichtet aus der Perspektive des Zeitzeugen von seiner Tätigkeit als Funktionär für die KPD, von seiner Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland 1934, die ihn über Prag nach London führt, von seinem Kampf gegen den Nationalsozialismus aus dem Exil als Mitarbeiter deutschsprachiger Radiosendungen der BBC sowie von seiner Nachkriegstätigkeit als BBC-Korrespondent in Berlin. Dabei beleuchtet er auch seine allmähliche Distanzierung von der kommunistischen Partei und sein Engagement für die Sozialdemokratie in der neugegründeten Bundesrepublik.
Widerstand zwischen Verfolgung und Terror
Eine Dokumentation von Heribert Schwan. BRD. 1994. 45 Min.
Wer gegen den Nationalsozialismus Widerstand leistet, riskiert nicht nur das eigene Leben. In den Wochen nach dem 20. Juli 1944 werden mehrere hundert Familienangehörige aus den Gruppen des 20. Juli 1944 verhaftet, ebenso Frauen und Kinder der Männer, die sich in der sowjetischen Kriegsgefangenschaft dem Nationalkomitee "Freies Deutschland" angeschlossen haben.

Am Beispiel der Familien Vermehren, von Hammerstein, Seydlitz-Kurzbach, von Lenski und Lattmann versucht der Film, sich anhand von Berichten betroffener Familienangehöriger und dokumentarischen Materials dem Thema "Sippenhaft" im Nationalsozialismus zu nähern. Der Film präsentiert Arbeitsergebnisse der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.
Widerstanden, überlebt. Deserteure während des Zweiten Weltkrieges
Eine Dokumentation von Michael Schehl und Guntram Fink. BRD. 1994. 146 Min.
Obwohl die nationalsozialistische Führung die Bevölkerung und die Soldaten der Wehrmacht durch die Behauptung, einen Verteidigungskrieg führen zu müssen, auf sich einschwören will, entstehen bei vielen Soldaten Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Krieges. Konsequenzen aber ziehen nur wenige, indem sie sich bei Kampfhandlungen frühzeitig ergeben, zum Gegner überlaufen oder sich im Hinterland der Front verbergen.

Der Film zeigt die Porträts von fünf ehemaligen Soldaten der Wehrmacht und einer Lazaretthelferin, die im Zweiten Weltkrieg desertieren. Durch lange Interviewpassagen, nur selten von Originalfilmdokumenten aus der Zeit des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit unterbrochen, werden die Lebenswege der Zeitzeugen nachgezeichnet und unterschiedliche Motive für ihre Entscheidung zur Desertion aufgespürt. Die Interviews stehen unkommentiert im Zentrum der Dokumentation und überlassen dem Zuschauer eine abschließende Bewertung, inwieweit das Verhalten der einzelnen hier vorgestellten Zeitzeugen als Widerstandshandlung gegen den Nationalsozialismus anzusehen ist.
Üb' immer Treu und Redlichkeit. Das Potsdamer Infanterie-Regiment 9 und der 20. Juli 1944
Eine Dokumentation von Bernhard von Gersdorff. BRD. 1994. 32 Min.
Dei beiden Verschwörer des 20. Juli 1944, Henning von Tresckow und Frietz-Dietlof Graf von der Schulenburg, sind zwei prominente Offiziere des Potsdamer Infanterie-Regiments 9 (IR 9), das beim deutschen Überfall auf die Sowjetunion zum Einsatz kommt und im Winter 1942/43 fast vollständig aufgerieben wird. Angesichts der nationalsozialistischen Verbrechen festigt sich bei Tresckow und weiteren Regimegegnern aus den Reihen des IR 9 der Entschluss, den Tyrannenmord zu wagen. Der Film zeigt die Geschichte der Widerstandskämpfer im Infanterie-Regiment 9.
Überlebenskampf unterm Hakenkreuz. Konrad Latte. Gründer und Dirigent des Berliner Barockorchesters
Eine Dokumentation von Irmgard von zur Mühlen. BRD. 1999. 60 Min.
Es wird der ungewöhnliche Werdegang des Dirigenten Konrad Latte gezeigt, der während der NS-Zeit illegal als Jude in Berlin lebt. Trotz der ständigen Gefahr verfolgt er konsequent seinen Wunsch, Musiker zu werden, und tritt sogar als Organist in Kirchen und als Kapellmeister einer Wehrmachtstournée auf. Dank seines Geschicks und der Unterstützung von über 30 Helfern gelingt ihm das Überleben. Er gründet nach 1945 das Berliner Barockorchester, das er zu großen Erfolgen führt.
Zuflucht. Berliner Juden im Versteck
Eine Dokumentation von Carl-Ludwig Paeschke und Heiko Roskamp. BRD. 1985. 57 Min.
Als die Nationalsozialisten 1940/41 beginnen, die deutschen Juden zu deportieren, verdichten sich bald Gerüchte, die verschleppten Juden würden "im Osten" ermordet. Immer wieder treten nun einzelne aktiv für die Verfolgten ein. Sie versuchen, das Leben von Bedrohten zu retten, indem sie Verstecke, Nahrungsmittel und Ausweise organisieren, sich nach weiteren Quartieren umsehen und andere Helfer gewinnen. Sowohl für die versteckten Juden als auch für ihre Helfer bedeutet das "Untertauchen" ein hohes Risiko.

Der Film vermittelt am Beispiel von vier "untergetauchten" Berliner Juden, denen es gelingt, im Versteck der nationalsozialistischen Verfolgung zu entkommen, ein eindrucksvolles und bewegendes Bild des damaligen Lebens im Untergrund. Berichte über weitere Lebensschicksale von Überlebenden des Holocaust und ihren Helfern runden die Darstellung zum Thema Hilfen für Verfolgte ab.
Zwangssoldaten. Die Bewährungstruppe 999
Eine Dokumentation von Manfred Helling. BRD. 1985. 43 Min.
Die "Bewährungseinheiten" gehören zu einem Gesamtsystem, das den Strafvollzug im Nationalsozialismus in den Dienst der Kriegführung stellt. Das Oberkommando der Wehrmacht veranlasst 1942 die Aufstellung der "Bewährungstruppe 999", die überwiegend aus zivilgerichtlich wegen politischer und krimineller Delikte mit Zuchthaus bestraften Menschen besteht. Von den etwa 28.000 "999ern" zählt rund ein Drittel zu den politischen Gegnern des NS-Regimes. Sie werden besonders zu riskanten und verlustreichen Kampfeinsätzen herangezogen und vor allem in Nordafrika, Griechenland und auf dem Balkan eingesetzt. Viele verlieren dabei ihr Leben, zahlreichen "999ern" gelingt es jedoch, zu den Alliierten oder zu den Partisanen überzulaufen.

In dieser Dokumentation erzählen ehemalige "999er" von ihren Erlebnissen als Angehörige dieses Strafbataillons.
Zwischen allen Fronten. Der Warschauer Aufstand
Eine Dokumentation von Michael Gramberg. D. 2004. 43 Min.
Am 1. August 1944 nehmen die Truppen der polnischen Untergrundarmee Armia Krajowa in Warschau den offenen Kampf gegen die deutsche Besatzungsmacht auf. Es ist ein ungleicher Kampf, der ungeheure Opfer fordert. Das aufständische Warschau kämpft dennoch 63 Tage bis zur Kapitulation Anfang Oktober 1944. 18.000 polnische Soldaten gehen vereinbarungsgemäß in Kriegsgefangenschaft, zusätzlich werden jedoch zehntausende Zivilisten in Konzentrationslager verschleppt oder zur Zwangsarbeit eingesetzt. Anschließend wird Warschau auf Befehl Hitlers systematisch zerstört. Insgesamt hat der Warschauer Aufstand 180.000 Tote gefordert, davon rund 90 Prozent Zivilisten.

Die Dokumentation basiert auf historischen Filmaufnahmen und heutigen Interviews mit Warschauern, die im Sommer 1944 am Aufstand beteiligt waren.

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