Piraten, Swings und wilde Cliquen - Opposition und Widerstand von Jugendlichen

Sie schwärmten nicht für den "Führer", ihre Begeisterung galt Louis Armstrong oder Duke Ellington. Schon äußerlich an längeren Haaren und einem betont "lässigen" Auftreten zu erkennen, entsprachen die "Swing-Jugendlichen" so gar nicht dem Bild vom kämpferischen Hitlerjungen. Auch andere Jugendliche wollten sich nicht "gleichschalten" lassen, bei manchen ging der Unmut über alltägliche Gängelei in grundsätzliche Ablehnung des Nationalsozialismus oder sogar aktiven Widerstand über.

Das Seminar geht ganz konkret von Alltagserfahrungen Jugendlicher in der NS-Zeit aus. Am Beispiel einzelner Lebensläufe lernen die Teilnehmer/-innen kennen, wie unterschiedlich sich Protest und Widerstand äußern konnten und welche Konsequenzen dieses Handeln haben konnte.

 

Swingjugendliche mit Grammophon an einer Badestelle in Berlin-Saatwinkel, 1940er Jahre  (Foto: PB)

Swingjugendliche

Edelweißpiraten im Kölner Beethovenpark, um 1944 (Foto: PB)

Edelweißpiraten