Das Berliner Arbeiterehepaar Hampel verfasste bis zu seiner Verhaftung 1942 mehr als 200 handschriftliche Postkarten und Wurfzettel, die es in seinem Wohnumfeld verteilte. Darin riefen sie zum Widerstand im Alltag auf und forderten, Hitler zu stürzen. Andere hörten regelmäßig ausländische Sender - im NS-Jargon "Feindsender" - und gaben Informationen über die Kriegslage weiter, die ein Gegenbild zur offiziellen Propaganda zeichneten. Mancher versuchte, durch eine freundliche Geste oder ein zugestecktes Stück Brot, Zwangsarbeitern zu zeigen, dass nicht alle Deutschen "Nazis" waren. Im Seminar werden solche Beispiele couragierten Handelns im Alltag erarbeitet und vorgestellt.