Anfang 1942 verstärkt die Rote Kapelle ihre Flugschriftenaktionen und ihre Hilfen für Verfolgte und ihre Kontakte zu Zwangsarbeitern. Trotz sorgfältigster Ermittlungen gelingt es der Gestapo jedoch nicht, der Gruppe auf die Spur zu kommen. Die Kontakte zu anderen Widerstandsgruppen, besonders nach Hamburg, werden verstärkt. Die Aktionen werden offener, sind aber wegen des damit verbundenen Risikos auch in der Gruppe nicht unumstritten. In der Nacht vom 17. auf den 18. Mai 1942 tauchen in mehreren Berliner Stadtbezirken Hunderte von Klebezetteln auf, die gegen die große nationalsozialistische Propagandaausstellung "Das Sowjetparadies" protestieren.
Nach dem Scheitern der Funkversuche im Sommer 1941 haben sich die Kontakte zur Sowjetunion im Oktober 1941 auf Gespräche mit dem nach Berlin gereisten sowjetischen Agenten Anatoli Gurewitsch ("Kent") beschränkt. Erst im Sommer 1942 versucht ein deutscher Emigrant, der mit dem Fallschirm hinter den deutschen Linien abspringt, mit neuen Geräten eine Funkverbindung in die UdSSR aufzubauen. Er wird dabei von Harro Schulze-Boysen und Hans Coppi so weit wie möglich unterstützt. Doch bevor eine stabile Funkverbindung geschaffen werden kann, setzt die Gestapo zu einer umfassenden Festnahmeaktion an.
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