Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Thema - Die Rote Kapelle
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Formierung des Kreises

Arvid Harnack

Bereits 1933 beginnen Arvid und Mildred Harnack in privatem Kreis illegale Schulungskurse, an denen neben den engen Freunden Adam und Greta Kuckhoff auch Schüler des Berliner Abendgymnasiums wie Karl Behrens und Bodo Schlösinger teilnehmen. Mitte der dreißiger Jahre erhält der Kreis um Harnack weitere Kontakte zu liberalen Intellektuellen, aber auch zu Sozialdemokraten wie Adolf Grimme und zu kommunistischen Kreisen um John Sieg in Berlin-Neukölln.


Harro Schulze-Boysen arbeitet seit 1934 im Reichsluftfahrtministerium. Seit 1938 ist für ihn ein von der NS-Führung begonnener Krieg unvermeidlich, der aus seiner Sicht zum Ende des Regimes führen muss. In vielen Diskussionen bereiten er und seine Freunde sich auf den aktiven Kampf gegen die Diktatur vor. 1940 vermittelt das Ehepaar Kuckhoff den Kontakt zwischen Harnack und Schulze-Boysen, die sich bereits 1935 begegnet sind. Im selben Jahr stößt eine Gruppe von ehemaligen Schülern der Berliner Schulfarm Scharfenberg zum Kreis um Schulze-Boysen. Dazu gehören neben anderen Hans und Hilde Coppi, Hans Lautenschläger und Heinrich Scheel. Nun beginnt zwischen den einzelnen Gruppen, zu denen auch die Widerstandskreise um den Psychiater John Rittmeister, um den Dramaturgen Wilhelm Schürmann-Horster und um den früheren Redakteur der . Roten Fahne. Wilhelm Guddorf gehören, eine lose Zusammenarbeit, die im ersten Halbjahr 1942 enger wird.


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